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Dan Davis im Interview mit DISTORTED REALITY
Aktuelles von der US-Sängerin Martha M. Hoffmann über Musik, die Welt & den Ausbau des Überwachungsstaates
 
Martha M. Hoffmann, vormals Martha
M. Arce, aus Miami, USA, ist die Sän-
gerin des Projekts DISTORTED REALITY
in Zusammenarbeit mit dem Musiker
Christian Kobusch und gehört sicherlich
zu den hübschesten Erscheinungen der
Electro-Musik-Szene. In Deutschland trat
sie musikalisch erstmals mit der Band
DEEP RED in Erscheinung, deren Debüt-
CD damals von Peter Spilles von PRO-
JECT PITCHFORK "entdeckt" und über
deren Label Candyland vertrieben
wurde. Die Debüt-CD "The fine Line
between Love and Hate" von DISTOR-
TED REALITY wurde von Bruno Kramm
von DAS ICH produziert. Auf ihrem ak-
tuellen Album "Daydreams & Nightma-
res" findet man Remixe von IN STRICT
CONFIDENCE, HAUHOBB, DAS ICH,
DUST OF BASEMENT und AGONOIZED.
Dan Davis im Interview mit der sym-
phatischen Sängerin - nicht nur über
Musik, sondern auch über den Ausbau
des Überwachungsstaates & mehr...
 
Die charismatische Sängerin ist nicht nur eine optische Schönheit - sie überzeugt auch in jeder Hinsicht durch den
hohen Wiedererkennungswert ihres Gesangs und ein großes musikalisches Talent. In der Electro-Musikszene hat
sie sich mit ihren musikalischen Projekten und Veröffentlichungen in den letzten Jahren eine stetig wachsende Fan-Gemeinde erarbeitet, wobei natürlich besonders die Herren der Schöpfung gerne zwei Mal oder öfters hinschau-
en. Martha selbst glaubt: Alles ist möglich... Auch wenn sie selbst noch keine "übernatürlichen" Erlebnisse hatte.
Bei dem Thema 9/11 ist die US-Sängerin jedoch kritisch und ist derzeit der Meinung, die offizielle Variante hierzu ist
korrekt. Hinter dem Ausbau des weltweiten BIG BROTHER-Szenarios sieht sie überwiegend wirtschaftliche Interes-
sen. Hier im Interview mit Dan Davis ein aktuelles Lebenszeichen von DISTORTED REALITY aus dem Jahr 2013
über News & Facts, Liebe & Leben, IRON SKY und die Zukunft.
 
Zitat Martha M. Hoffmann im Interview mit Dan Davis: 
Ich denke, da ist ein kleiner Rebell in jedem von uns, oder zumindest sollte es…
 
Rechts: DISTORTED REALITY.
Links im Bild - Christian Kobusch,
rechts Martha M. Hoffmann.
 
Dan Davis: Hey Martha. Du bist
die Sängerin von DISTORTED
REALITY. Ich weiß, dass Du
auch einige CDs mit Deiner
anderen Band DEEP RED auf-
genommen hast und ich sah
Dich ich glaube erstmals auf
einem Konzert vor einigen
Jahren, wo Ihr als Vorband
für PROJECT PITCHFORK ge-
spielt habt. Du hast Christian
Kobusch, der der andere Part
neben Dir von DISTORTED
REALITY ist, auch auf einem
Konzert mit DEEP RED und
PROJECT PITCHFORK ken-
nengelernt. Was unterschei-
det Deiner Meinung nach in
musikalischer Hinsicht Deine
beiden Bands am prägnan-
testen?  
 
Martha: Alls Erstes möchte ich Dir für das Interview danken. Es ist so schön mit jemanden zu sprechen, der mei-
ne Karriere seit so langer Zeit verfolgt. Ich kann es kaum glauben, dass Du Dich daran erinnerst, wie ich damals mit
DEEP RED bei der PROJECT PITCHFORK-Tour aufgetreten bin. Es war eine großartige Zeit und ich denke gerne
daran zurück. Ich denke die Musik von DEEP RED ist tendenziell ein bisschen mehr „düster, dramatisch“ und „Go-
thic“, während DISTORTED REALITY vom Sound her ein bisschen mehr Synthypop und Electro ist. Ich genieße
viele verschiedene Musikstilrichtungen und deshalb bin ich immer offen, um an neuen Ideen und Sounds zu
arbeiten.   
 
Dan Davis: Wie könnte ich Dich je vergessen :)?
Die erste CD von DISTORTED REALITY „The fine
Line between love and hatewurde von Bruno
Kramm von DAS ICH produziert. Wie kam es
dazu? Du hast auch einen Song in Deutsch ein-
gesungen.
 
Martha: Wir unterschrieben bei Accession Records
für die europäische Veröffentlichung des Albums.
Adrian Hates brachte uns mit Bruno zusammen und
wir drei verbrachten zwei Wochen lang in Brunos
Studio, um an dem Album zu arbeiten. Dort kam die
Idee auf, eine deutsche Version von „Fever“ aufzu-
nehmen. Bruno mochte den Song sehr und es war
eine gute Wahl. Und es machte mir Spaß, mal zu
versuchen, in Deutsch zu singen. Er fragte mich, ob
ich es machen möchte und ich sagte, ich würde es
probieren. In dieser Nacht übersetzte Christian (mehr
oder weniger) den Text von „Fever“ und „Fieber“ war
geboren. Ich übte so viel ich konnte und machte es
dann. Jetzt kann ich tatsächlich etwas Deutsch und
verstehe es besser und habe realisiert, wie schlecht
mein Deutsch auf dem Track klingt, aber zur dama-
ligen Zeit war es richtig lustig und es hat mir Spaß gemacht. Die ganze Zeit, als ich den Gesang für den Song auf-
nahm, lachten Chris und am meisten Bruno hinter der Scheibe. Aber sie machten keine Witze über mich, sondern
weil ich so “niedlich“ klingen würde, wie sie sagten. Ich habe aktuell den Song „Fieber“ einige Male live gesungen und
ich denke, ich kann zwischenzeitlich verstehen, was ich sage :). Vielleicht werden wir in der Zukunft einen weiteren
deutschen Song aufnehmen.
 
Dan Davis: Deine aktuelle CD heißt „Daydreams and Nightmares“ und auf ihr sind Remixe von Andreas
Meyer (FORMA TADRE, NEWT), und Künstler wie Bruno Kramm (DAS ICH), Daniel Myer (HAUJOBB), IN
STRICT CONFIDENCE, DUST OF BASEMENT und Chris L. (AGONOIZED) darauf. Kannst Du einige Worte
hierzu sagen?
 
Martha: Wir lieben es, mit anderen
Künstlern zu arbeiten und es hat sehr
viel Spaß gemacht, dass diese Künstler
Remixe unserer Songs gemacht haben.
Die meisten dieser Künstler kennen wir
persönlich und so war es eine normale
Sache, sie zu fragen, ob sie einen Re-
mix für unser Album machen möchten.
Ich mag den Mix der verschiedenen
Stilrichtungen und die Version jedes
einzelnen Künstlers.
 
Dan Davis: Ich sah das Video zu
dem Track „Something Wicked“
und das ihr der Gewinner der „Au-
dition Group 17“ bei dem „Make a
Star Original Music Contest“  im
Jahr 2009 wurdet.
 
Martha: Gut, ich kann mich nicht mehr
genau daran erinnern, aber irgendwie
erfuhr ich von dem Wettbewerb und
entschloss mich, dort mitzumachen.
Wir haben in dieser Phase des Wett-
bewerbs gewonnen, aber am Ende
wurden wir von Acts geschlagen, die
mehr Mainstream sind… Oh well,
überrascht mich nicht.
 
Dan Davis: Nochmals einige Worte zu Deiner Vergangenheit. Ich muss Dir nebenbei erzählen, dass mein
Lieblings-Track von DEEP RED der Song „Blue in Heaven“ ist, denn er bringt geniale Bilder in mir ans
Tageslicht :). War DEPP RED Deine erste Band oder hast Du zuvor schon einmal in einer Band gesungen?
 
Martha: Nochmals Danke, ich bin so froh, dass Dir „Blue in Heaven“ gefällt. Ich habe es schon immer geliebt zu
singen und ich sang schon, als ich ein kleines Mädchen war. Jedoch, ich würde sagen, dass DEEP RED meine
erste richtige Band war. Ich war noch sehr jung, als ich damit anfing und alles davor war meistens nur Kinderkram
oder in der Schule, etc.  
 
Links: Sängerin Martha M. Hoffmann von DISTORTED REALITY.
 
Dan Davis: Warum hast Du den Na-
men DISTORTED REALITY für Deine
neue Band mit Christian gewählt?
 
Martha: Alles, was Chris und ich von
Anfang an gemacht haben, scheint über
Kontraste zu sein, und der Name DIS-
TORTED REALITY scheint wirklich gut
in dieses Konzept zu passen. Die Na-
men der Alben spiegeln das auch, eben-
so wie einige der Titel und Texte der
Songs.
 
Dan Davis: Glaubst Du an „Überna-
türliche Phänomene“? Und hast Du
je etwas in dieser Art erlebt, über
das Du hier sprechen möchtest, zum
Beispiel einen Wahrtraum oder et-
was Ähnliches?
 
Martha: Ich würde nicht sagen, dass ich
daran glaube, aber im selben Moment
tue ich auch nicht „nicht“ daran glauben,
falls das Sinn macht. Ich habe keine ei-
genen Erfahrungen mit solchen Dingen
erlebt, die mich jetzt davon überzeugt
hätten, an solche Dinge zu glauben,
aber ich glaube, dass alles möglich ist. 
 
Dan Davis: Gut, lass mich Dich noch
einige andere Dinge, die in der Welt
geschehen sind, zu Deiner persön-
lichen Meinung befragen. Siehst Du
die weltweiten Bestrebungen in eine
„Big Brother is watching you“-Welt,
hauptsächlich nach 9/11, eher kritisch
oder hast Du keine Probleme damit?
 
Martha: Eigentlich sehe ich diese Sache nicht notwendigerweise in dem Big Brother-Zusammenhang, sondern eher
wirtschaftliche Interessen dahinter. Wissen ist Macht und Unternehmen haben gelernt, dass wir mit Technologie fast
alles über eine Person erfahren können, was wir wollen. Je mehr sie über eine Person wissen, desto leichter kann
man dieser etwas verkaufen. Das ist nichts Neues, aber heute sind so viele Informationen über uns “da draußen“ und
durch die Nutzung des Internets, wir bieten Unternehmen unwissentlich viel mehr Informationen über uns selbst, als
wir uns vorstellen können.  
 
Dan Davis: Seit einigen Jahren gibt es Spekulationen über 9/11 und damit verbundene Verschwörungs-
theorien, die in den USA unter anderem von Leuten wie Alex Jones oder dem US-Schauspieler Charlie
Sheen teilweise vertreten werden. Denkst Du, dass ist alles nur Müll, oder gibt es einige Dinge darunter,
die Dich doch an der offiziellen Version zu 9/11 zweifeln lassen?
 
Rechts: Sängerin Martha M. Hoff-
mann von DISTORTED REALITY.
 
 
 
Martha: Gut, als erstes würde ich
nicht allzu viel Aufmerksamkeit auf
das geben, was Charlie Sheen
sagt. Das ist traurig, ich habe von
den Verschwörungstheorien gehört
und ich respektiere deren Recht
der freien Meinungsäußerung, was
aber nicht bedeutet, dass ich ihrer
Meinung bin. Ich glaube nicht an
die Idee, dass es ein „Inside Job“
war.
 
Dan Davis: Auf „Daydreams
and Nightmares“ hast Du eine
Cover-Version von Billy Idols
„Rebel Yell“ gemacht. Warum hast Du diesen Track ausgewählt? Ist da ein kleiner Rebell in Dir?
 
Martha: Chris und ich diskutierten die Idee, einen Song zu covern, doch wir wollten, dass er einzigartig klingt und
anders. Wir beide lieben die Original-Version von „Rebel Yell“ und dachten, wir könnten etwas richtig Cooles machen
und mit deutlichem DISTORTED REALITY-Sound darin. Als erstes wurde die Original-Version von einem Mann ge-
sungen. Die Original-Version ist gitarrenlastig, unsere synthilastig. Ich denke, da ist ein kleiner Rebell in jedem von
uns, oder zumindest sollte es das… ha!
 
Dan Davis: Bist Du derzeit der Meinung, dass die Welt von Geheimgesellschaften regiert wird?
 
Links: Sängerin Martha A. Hoff-
mann von DISTORTED REALITY.
 
 
Martha: Nicht wirklich.
 
Dan Davis: Du hast geheiratet?
Ich sah die Martha M. Arce ist
nun Martha M. Hoffmann…
 
Martha: Du sahst das, huh? Ja, Ich
bin verheiratet, und tatsächlich bin
ich Martha A. Hoffmann.
 
Dan Davis: Dein Lieblings-Buch
oder Film zurzeit?
 
Martha: Früher habe ich viel gele-
sen, aber in letzter Zeit bin ich so
beschäftigt, da habe ich nicht viel
Zeit zum lesen… Das ist zu mei-
nem Vergnügen. Zurzeit lese ich das
Buch „ROOM“ von Emma Donoghue.
Die Geschichte wird aus der Sicht
eines 5-jährigen Jungen erzählt, der
mit seiner Mutter gefangen gehalten
wird. Dasselbe gilt für Filme. Aber
ein Film, den ich mir kürzlich ansah,
obwohl er nicht ganz neu ist, war
IRON SKY.
 
Dan Davis: Ich glaube mich zu
erinnern, vor einigen Jahren
kam ein Song von Euch in der
Fernsehshow „Pimp my Ride“
(Pro 7). Arbeitest Du an neuem
Material mit DISTORTED REA-
LITY? Können wir auf eine neue CD in der nahen Zukunft hoffen? Und planst Du wieder nach Deutsch-
land zu kommen?
 
Martha: Wir wollen immer an neuem Material arbeiten, aber ich kann nicht versprechen, wann dies sein wird. Wir
hoffen wirklich, dass wir bald neues Material herausbringen können. Ich besuche Deutschland in der Regel einmal
im Jahr. 
 
Dan Davis: Dann hoffe ich, wir begegnen uns wieder mal. Und schöne Grüße an Chris!
 
Martha: Take Care.
 
 
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Distorted Reality - Haunted (live at WGT)
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Distorted Reality - Super Crush (music video)
Music video for the song 'Super Crush' by the German/American band 'Distorted Reality' from their album 'The fine Line between Love and Hate'. www.distorted-reality.com
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(Copyright: COVER UP Newsmagazine, 6. Februar 2013)
(Copyright Bilder: Martha. A. Hoffmann, Distorted Reality)

 
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