Das Online-Magazin gegen Rechts & gegen Geheimgesellschaften - Slogan
+++  DAN DAVIS + INHALTSVERZEICHNIS:HIER KLICKEN! + Kostenlos +++ Unabhängig + DAN
 
Dan Davis im Interview mit IN STRICT CONFIDENCE
Dennis Ostermann über die Musik, Gott, die Weltreligionen
und außerirdisches Leben
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
 
Bild oben: Dennis Ostermann von In Strict Confidence.
 
Sänger Dennis Ostermann von In Strict Confidence zu Dan Davis:
"Es ist traurig, dass sich kleine Gruppen innerhalb der Weltreligionen einer Besinnung auf die großen und ausschlag-gebenden Gemeinsamkeiten
entgegenstellen..."
 
 
Dan Davis: Hallo Dennis. Zu Beginn natürlich erst einmal einige Infos zu eurem Album "La Parade Monstrueuse", Cover und Musik betreffend.
 
Dennis Ostermann: Visuell haben wir eine etwas sureale Kabaret- oder Zirkuswelt mit diversen Akteuren umgesetzt. Es war mal an der Zeit thematisch hier etwas anderes zu kreieren als die Male zuvor. Musikalisch und textlich verlieren wir den Roten Faden natürlich nicht, wenngleich ich doch der Meinung bin, dass es eine große Entwicklung darstellt.
 
Dan Davis: Ich bin selbst seit Jahren ein großer Fan von In Strict Confidence. Mir fällt auf, dass Du auf Deinen Alben sehr viele spirituelle Themen aufgreifen tust. Wie ist Deine Einstellung zu den Großen Weltreligionen? Fühlst Du Dich mit einer dieser Religionen verbunden? Bei Deinen letzten Veröffentli-
chungen war ja das Thema "Schlange" und "Exil Paradies" ein hervorstechendes Merkmal.
 
Dennis Ostermann: Ich
bin fasziniert von Religion
und Spiritualität, fühle
mich aber keiner zuge-
hörig. Für unsere Musik
bietet es unzählige Mö-
glichkeiten, sich bildlich
auszudrücken - nichts
anderes machen ja auch
religiöse Texte wie in der
Bibel. Sehr weltliche Din-
ge in Bildersprache pa-
cken.
 
Dan Davis: Ist es nicht
etwas irritierend, wenn jede Weltreligion in
ihrer Auslegung das
"Non Plus Ultra" sieht und die Anhänger di-
rekt oder indirekt ge-
gen Andersgläubige
durch deren Schriften
aufgehetzt werden? So bauen ja der christliche Glaube, das Judentum und der moslemische Glaube mit dem Koran im Prinzip auf diesel-
ben hintergründigen Geschichten - aber mit unterschiedlichen Auslegungen - auf. Und jede dieser Religionen sieht in der anderen wiederum eine Art Irrglauben und deren Anhänger als Ungläubige.
 
Dennis Ostermann: Es ist traurig, dass sich kleine Gruppen innerhalb der Weltreligionen einer Besinnung auf die großen und ausschlaggebenden Gemeinsamkeiten entgegenstellen.Ich war in den letzten Jahren öfters im Nahen Osten unterwegs, dabei auch einige Male in Jerusalem. Kein anderer Punkt auf der Erde ist auch nur annähernd so mit diesem Thema konfrontiert wie diese Stadt. Und nirgends sonst werden die verhärteten Fronten so klar. Auch wenn doch alle eigentlich den gleichen Ursprung haben. Ein unendliches Thema, für das es keine Lösung zu geben scheint.
 
Dan Davis: Wie ist Deine Interpretation von "Gott"? Gibt es ihn?
 
Dennis Ostermann: Es gibt Gott für jeden, der an ihn glaubt.
 
Dan Davis: Was hat Dich damals auf die Idee gebracht, Musiker zu werden?
 
Dennis Ostermann: Die Faszination der aufkommenden Soundvielfalt der elektronischen Musik. Das war um 1990 herum und ich erinnere mich noch gut, wie ich mich nächtelang durch Klänge durchklimperte ohne überhaupt an eine wirkliche Songkomposition zu denken.
 
Dan Davis: Hattest Du selbst schon einmal ein Erlebnis, das Du als "übernatürlich" einstufen würdest? Und falls ja - kannst Du darauf eingehen?
 
Dennis Ostermann: Ich bin bodenfest und Realist genug, um alles was als "übernatürlich" eingestuft wird, maximal doch nur im Moment für den Betroffenen als "unerklärlich" gilt und nicht mehr.
 
Dan Davis: Das Wort "Beruf" kommt ja von "Berufung". Findest Du es manchmal schade, dass ein Großteil der Weltbevölkerung in Jobs arbeitet, auf die sie eigentlich gar keine Lust hat? Anstelle ernsthaft den Versuch zu unternehmen, nach ihrer "Berufung" zu suchen und dadurch ein glücklicheres Dasein zu finden?
 
Dennis Ostermann: Natürlich ist das schade. Nicht jeder hat die Chance das zu tun, was er auch mag, aber hoffentlich gerecht dafür entlohnt wird.
 
Links: Nina De Lianin,
die neue Sängerin an
der Seite von Dennis
Ostermann in der Band In Strict Confi-
dence.
 
Dan Davis: Willst
Du mit Deiner Musik
den Menschen auch in gewisser Weise ein Tor zur Spiritu-
alität öffnen? Musik
in Form eines Trans-
formators, der für
den Hörer eine Art
Tor öffnen kann? Oder ist das zu hoch
gegriffen?
 
Dennis Ostermann:
Es klingt hier etwas
zu hoch gegriffen -
falls es dies aber bei
Menschen auslöst, macht es mich glücklich.
 
Dan Davis: Wie würdest Du La Parade Monst-
rueuse musikalisch im Vergleich zum Vorgänger einordnen?
 
Dennis Ostermann: Noch immer ein typisches, unverkennbares ISC Album - nur besser. Sicherlich etwas rauer als "Exile Paradise" war, aber der Rote Faden wird nicht verloren.
 
Dan Davis: Könntest Du Dir vorstellen, dass es auch Leben auf anderen Planeten im Sonnensystem gibt?
 
Dennis Ostermann: Leben in unserem Sonnensystem halte ich in primitiver Form von Bakterien und ähnlichem für möglich. Im gesamten Universum kann ich mir weiteres Leben auch in anderer Form gut vorstellen.

Rechts: Cover der EP
"My Despair" von In
Strict Confidence.
 
Dan Davis: Hattest Du
selbst schon einmal
so etwas wie eine
UFO-Sichtung?   
 
Dennis Ostermann:
Nein. Zumindest nicht,
wenn man unter "UFO"
eine Art Raumschiff
von einem anderen Planeten versteht.
 
Dan Davis: Ich persön-
lich verabscheue jede Form von Gewalt und
bin seit über 12 Jahren Vegetarier. Auch aus
Deiner Musik kann
man in vielen Songs
eine Art Aufruf zur
Liebe oder eine Art Warnung heraushö-
ren, sich nicht auf den falschen Weg zu be-
geben. Ein Punkt, der In Strict Confidence sicherlich von vielen anderen Bands dieser Musikrichtung unter-
scheidet. Auch wenn es Bands wie "Evils Toy" gab, die ihren Namen in "Toy" geändert haben, weil das Wort "Evil" am Ende nicht mehr wirklich zur aktuellen Musik gepasst hat. Siehst Du in Deiner Musik auch eine Art Verantwortung?
 
Dennis Ostermann: Ich will emotional bewegen, nicht direkt auf eine Handlungen abzielen. "Verantwortung" muss man hier relativieren. Dass Bands für Handlungen von Menschen verantwortlich gemacht werden, ist wohl kaum wirklich nachzuvollziehen, auch wenn sie oft als Sündenbock dafür herhalten. Da macht man es sich sicher aber etwas zu einfach...
 
Dan Davis: Vielen Dank für das Interview.

 
Zum Einsehen benötigen Sie Flash Player.
IN STRICT CONFIDENCE "My Despair"
 
(Copyright by COVER UP! Newsmagazine)
(Copyright Bilder by In Strict Confidence)
 
+++  DAN DAVIS + INHALTSVERZEICHNIS:HIER KLICKEN! + Kostenlos +++ Unabhängig + DAN