COVER UP! NEWSMAGAZINE von Dan Davis  - Das Magazin gegen Rechts und gegen Geheimgesellschaften
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"Jetzt spreche Ich!"
Das Interview von Dan Davis mit dem in die rechte Ecke gedrängten Autor Jo Conrad

Man kann sicherlich verschiedener Meinung darüber sein, ob Außerirdische tatsächlich
die Erde besucht haben oder es ein Leben nach dem Tod gibt. Je nachdem, welchen Quellen man glaubt, was man erlebt oder
nicht erlebt hat und wo das eigene Weltbild gerade anzusiedeln ist.  Wenn aber Kritiker soweit gehen, einen Autor in die rechte Ecke
zu stellen und damit gezielt in Zusammen-
hang mit einer Pro-Meinung zu Massenmord und Gaskammern drängen, dann ist das
durchaus ein Punkt, der kein Kavaliersdelikt
mehr darstellt, wenn diese Behauptungen unwahr sind. Wurden Dinge bewusst aus
dem Zusammenhang gerissen - oder nicht?
Der Autor nimmt Stellung zu einigen Vor-
fällen.
 
Der Buchautor Jo Conrad geht gegenüber Dan
Davis auf seine persönliche Sicht der Dinge ein, ohne Zensur durch die Massenmedien. Was steckte wirklich hinter dem "Fürstentum Ger-
mania"? Und was lief bei der Polizeiaktion gegen das Domizil - mal aus Sicht der "Gegenseite" -
ab? Außerdem nennt der Buchautor, Musiker, Fotograf und Filmemacher nähere Details zu seinen neuen Projekten sowie Dingen, die zur Bewältigung aus der Vergangenheit noch anstehen. Jo Conrad machte unter anderem die Musik für einige Folgen der Serie "Großstadtre-
vier", schrieb mehrere Bücher, darunter "Entwir-
rungen" und "Wendungen", veröffentlichte mehrere Vorträge und Filme, wie die im Jahr 2009 erschienene  DVD "Botschaft an erwachende Sklaven".
 
Dan Davis: Hallo Jo. Empfindest Du es als eine Art Volksverhetzung, wenn in den Medien und von bekannter Seite alles was Du tust und machst in eine rechte Ecke gestellt wird, obwohl Du immer wieder betonst, dass Du mit dieser ganzen rechten Scheiße nichts zu tun hast - jeder Tote einer zu viel ist und im Dritten Reich mit Juden und Andersdenkenden Dinge passiert sind, die sich niemals wiederholen dürfen? Wie fühlt man sich, wenn man immer wieder aus den gleichen Lagern Breitseite bekommt, die mit Dir persönlich oftmals kein einziges Wort gesprochen haben, um sich persönlich ein Bild zu machen?
 
Rechts: Jo Conrad auf einem Vortrag.
 
Jo Conrad: In all meiner Arbeit sollte
für jeden erkennbar sein, dass ich eine große Liebe zu allem Leben habe und ich mich immer frage, warum die Menschen sich manchmal das Leben gegenseitig so schwer machen. Natür-
lich fühlt man sich nicht gut, wenn man in eine dunkle Schublade gesteckt wird, in der alle möglichen unheimlichen, offensichtlich bösen Dinge drin sind, in die aber kaum jemand sich traut, genauer reinzugucken. Ich kann ja verstehen, dass man in der Folge des zweiten Weltkrieges versuchte, sich möglichst weit davon zu trennen. Allerdings wird heute schon wieder
eine Art Hexenjagd, oder Verfolgung
von Andersdenkenden praktiziert, die denjenigen in faschistischen Systemen gleicht.
 
Dan Davis: Sollten diese Leute lieber Mal vor ihrer eigenen Haustüre kehren, als, oftmals anonym, sich selbst wichtig zu machen durch ihre abgeschriebenen Behauptungen?
 
Jo Conrad: Tatsächlich machen einige genau das, was sie anderen vorwerfen: nämlich dass sie aufgrund von Vorurteilen eine Art Gesinnungsterror betreiben. Einige machen das unbewusst, gerade junge Leute, die zurecht gegen Faschismus sind, übernehmen dann einfach das, was anderswo über mich geschrieben wird und überprüfen
es nicht mehr. Das ist sehr schade. Ich denke, das wichtigste ist doch immer, dass man miteinander redet. Wenn
es irgendwo ein Problem gibt, löst man es nicht, indem man den anderen zum Feind erklärt. Diese Dialogbereit-
schaft ist aber bei vielen dann gar nicht vorhanden. Und andere betreiben die Ausgrenzung natürlich ganz bewusst und teilweise sogar beruflich. Denn es ist auch eine Tatsache, dass Interessengruppen Leute beschäftigen, die in Internetforen und Blogs ganz massiv diese Interessen vertreten.
 
Links: Jo Conrad auf einem Vortrag zum Thema 11. September 2001.
 
Dan Davis: Hat sich jemals einer von den Kritikern, die Dinge aus Deinen Büchern aus dem Zusam-
menhang reißen, damit sie in ein rechtes Licht passen, die Mühe gemacht mit Dir persönlich zu sprechen?
 
Jo Conrad: Viele Leute wollen mich kennenlernen und ich bin da auch
sehr zugänglich, wenn es zeitlich passt. Aber die Leute, die mich
gerne als braun oder rechtsextrem darstellen wollen, haben sich noch nicht getraut, mir das von Angesicht zu Angesicht zu sagen. Aus der Anonymität des Internets kann man natürlich wunderbar auf andere „schießen“, ohne direkt konfrontiert zu werden. Es haben schon Leute in Foren geschrieben, bei meinem nächsten Vortrag würde ich mein blaues Wunder erleben... tja, aber bei dem Vortrag war dann nichts dergleichen. Und dann schrieben sie aber, sie hätten mich auf dem Vortrag fertig gemacht, dass ich schließlich ganz „klein mit Hut“ gewesen sei. Nichts dergleichen war geschehen. Ich kann meine Ansichten durchaus begründen, und sie sind niemals aus Hass oder Vorurteilen begrün-
det. Ich beschäftige mich sehr ausgiebig mit allen Dingen, und mich interessiert ausschließlich und immer nur die Wahrheit. Natürlich kann es auch sein, dass ich irgendwo mal falsche Informationen wiedergebe. Das gebe ich auch zu, wenn ich irgendwo zu anderen Erkenntnissen gelange. Aber besonders sollte man immer über alles reden können, gerade, um Vorurteile abzubauen. Aber einige Gesinnungswächter haben offenbar größere Vorurteile als diejenigen, die sie zu bekämpfen meinen.
 
Dan Davis: Es gibt die Behauptung, dass man JEDES Buch in ein rechtes Licht rücken kann, wenn man es nur will, indem man die Dinge bewusst neu interpretiert und dem Autor die eigenen paranoiden so erwirkten Interpretationen in den Mund legt, die man wünscht darin zu finden. Ich denke wenn jemand wirklich rechts denkt und eingestellt ist, dann steht er auch dazu. Doch inzwischen werden ja, betrachtet man die Vergangenheit des „Schwarzbuchs Deutschlands“, augenscheinlich rechte Bands von „Verfas-
sungsschützlern“ gegründet, nur um dann wieder verboten zu werden.  Um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Siehst Du dahinter eine gewisse Absicht?
 
Jo Conrad: Es gibt mächtige Interessengruppen, und natürlich haben die gewisse Absichten. Und gerade damit befasse ich mich – wie Du ja auch. Diese kennen die menschliche Psyche sehr genau und wissen, wie man Men-
schen am effektivsten manipuliert. Und tatsächlich übernehmen die meisten Massenmenschen Informationen auf dem einfachsten gemeinsamen Nenner. D.h. nur ein kleiner Teil der Menschen befasst sich intensiv mit den Hintergründen von dem, was man in der Schule lernt oder in den Nachrichten sieht. Und so wird, gerade im Fernsehen, sehr leicht manipuliert.

In der Berichterstattung über das Fürstentum Germania wurde  z.B. behauptet, dass ich auf einer Nazidemo war.
Und definitiv war ich das nicht. Es gab eine Demo in Berlin, wo Menschen forderten, dass sich die Regierung für einen Friedensvertrag und eine frei gewählte Verfassung einsetzen sollte. In dem Fernsehbericht zeigte man ein Bild von einem Mann auf der Demo, der wohl etwas dem Bild eines Rechten entsprach, einen Adler auf dem T-Shirtrücken hatte, und anschließend zeigte man mich. Und nun glauben sogar Leute, die mich kennen, dass ich auf einer Nazi-Demo war, denn sie haben ja die Bilder im Fernsehen gesehen. Es ist dann schwer, ihnen zu erklären, dass es keine Nazidemo war. So leicht kann man mit Bildern eben Urteile erzeugen, die dann schwer wieder aus der Welt zu räumen sind. Und natürlich wird das manipulativ angewendet. Ein Journalist, der „gegen Rechts“ berichtet, fühlt sich natürlich auch immer ganz besonders edel, da er ja gegen „das Böse“ kämpft.
 
Links: Jo Conrad auf einem Vortrag zum Thema Weltverschwörung.
 
Dan Davis: Du warst ja längere Zeit Moderator bei „Secret TV“. Möchtest Du ein paar Worte dazu verlieren, was aus Deiner Sicht schief gelaufen ist und wie sich Dein „Rausschmiss“ dort abge-
spielt hat? War es einfach ein zu großes Auseinanderdriften von Meinungen – oder woran lag es?
 
Jo Conrad: Nun, als Jan (van Hel-
sing, bzw. Holey) Secret.tv startete, habe ich zu Anfang fast alles eigene Material geliefert, viele Interviews, jede Woche die Nachrichten bei mir aufgenommen usw. Dass weitere Personen dazu kommen würden, ist
ja klar und notwendig. Nach einer Weile setzte Jan einen neuen Geschäftsführer ein, der vieles umkrempelte. Was natürlich auch sein gutes Recht ist. Personal wechselte sehr häufig und alles veränderte sich. Ich hatte noch in ein Studio, in teure Kameras usw. investiert, von dem Geld, das
ich verdiente, in der Annahme, dass ich weiter Aufträge von Secret.tv bekommen würde. Die wurden jedoch immer weniger, und im Oktober 2008 habe ich das letzte Interview aufgenommen. Angeblich waren alle begeistert und man stellte mir weitere Sendungen in Aussicht. Ich erfuhr aber, dass intern schon beschlossen war, dass das meine
letzte Sendung war. Für mich war es eine schwere Zeit, sowohl wirtschaftlich als auch das Gefühl zu haben, dass meine Arbeit nicht mehr gewürdigt wurde. Inzwischen sind etliche andere Mitarbeiter nicht mehr dabei, u.a. Dr. Michael Vogt, einige müssen mühsam ihre Ansprüche durchboxen, und secret.tv ist ja inzwischen in Nexworld umgewandelt. Für mich passte die Zusammenarbeit dort schon lange nicht mehr mit dem zusammen, was für mich das Wichtigste im Zusammenleben ist, nämlich jeden zu respektieren und so zu behandeln, wie man möglichst
auch gerne behandelt werden will. Also ist es auch okay, dass ich da raus bin.
 
Dan Davis: Noch ein paar Worte zum Fürstentum Germania“. Was war Deine Intention sich dem Projekt anzuschließen? Welche Leute waren dort vertreten? War es tatsächlich eine Ansammlung rechter Zeitgenossen, wie man aus der negativen Presse hintergründig oftmals herausgehört hat? Und warst Du bei der Polizeiaktion dabei, die damals gegen das Fürstentum ablief? Wie hat sich das abgespielt ?
 
Jo Conrad: Nun, mir ist, wie vielen Menschen, klar, dass die Politik in unserem Lande, beson-
ders in der EU, in eine Richtung geht, in der immer mehr kontrolliert und Freiheiten einge-
schränkt werden. Zudem beteiligen wir uns an Kriegen, obwohl wir Deutschen nach zwei Weltkriegen eigentlich die Schnauze voll davon haben, bestimmen große Firmen und Banken mehr die Politik als die Interessen der Men-
schen, die hier leben.

Das Fürstentum Germania war eine Sezession von der BRD auf eigenem Land, wo Menschen einmal souverän und autark leben können sollten. Dass man das Ganze in ein rechtes Licht zu rücken versuchte, war schon eher fast komisch. Wenn man die Bilder von ein paar Langhaarigen sah, die nun gar nicht ins klassi-
sche Bild passten, und gleichzeitig die braune Gefahr heraufbeschworen wurde.

Also, ich habe da keinerlei Menschen kennen-
gelernt, die ich als rechtsextrem bezeichnen würde. Wenn mal welche da reingeschnuppert haben, dann sind sie ziemlich schnell wieder abgehauen, zumal ja ganz klar war, dass Germania absolut friedlich sein wollte und
keine Waffen akzeptiert wurden. Bisher
wurden neue Staaten ja nur durch Waffen
und Kriege gegründet, deswegen glauben
ganz viele Menschen, dass man so keinen
Staat gründen könne. Aber wir hatten die
rechtliche Möglichkeit der Sezession, (die
übrigens gerade im Fernsehzweiteiler „Die
Grenze“ auch zum tragen kam) hatten
Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt,
das, was einen Staat ausmacht. Ich war nicht
ständig da am Schloss in Krampfer. Die Polizei kam immer mal wieder, und eigentlich verstand man sich ganz gut.
Als das Schloss geräumt wurde, war ich nicht anwesend. Diejenigen, die da waren, hatten keine Möglichkeit, sich
zu wehren, da ja auch alles gewaltfrei bleiben sollte. So wurde das Schloss versiegelt und steht bis heute leer. Die
BRD-Behörden hätten zwar auf dem Gebiet eines anderen Staates nichts zu suchen, aber sie hatten nun mal die
Polizeigewalt. Nun wird versucht, das zu klären.
 
Dan Davis: Du arbeitest ja zwischenzeitlich für den Online- Sender „Bewusst.TV“. Was unterscheidet diesen von Secret.TV beziehungsweise seinen Nachfolger „Nexworld.TV“? Wo liegen eure Schwer-
punkte? Ist der Sender kostenpflichtig?
 
Jo Conrad: Bewusst.tv hat im Grunde die gleiche Intention wie secret.tv zu Anfang. Ich höre oft, dass viele Abon-
nenten von dort enttäuscht über die Veränderungen jetzt zu Nexworld.tv sind. Ich glaube, dass für viele Zuschauer auch wichtig ist, dass authentische Personen vor der Kamera sind. Denn perfekt gestylte austauschbare Modera-
toren kennt man aus dem Fernsehen zu genüge. Ich denke, wir leben in Zeiten, in denen große Veränderungen stattfinden, alte Systeme zusammen brechen und sich ein neues Bewusstsein verbreitet.Die Massenmedien versäumen es völlig, dabei Unterstützung zu geben. Viele Menschen kommen mit den Veränderungen nicht klar, wissen nicht, was das bedeutet. Wenn man sich sein ganzes Leben nur über seine Arbeit, sein Geld, seine Karriere definiert hat, ist es schwierig, wenn das alles nicht mehr sicher ist. Die Menschen haben vielfältige Ängste. Viele Ängste werden gezielt in die Welt gesetzt, um die Menschen zu manipulieren. Es besteht die große Gefahr, dass
die Menschen aus Angst einem im Grunde faschistischen System den Weg bereiten, der Neuen Weltordnung. Deswegen ist es uns wichtig, darüber aufzuklären, was für Pläne es gibt, wie manipuliert wird und wie man sich aus der Manipuation lösen kann, indem man die Ängste betrachtet und versucht, sie zu überwinden. Wenn mehr und mehr Menschen sich nicht mehr ins Bockshorn jagen lassen, werden viele finstere Pläne nicht mehr funktionieren.
Ich denke, dass schon die angebliche Schweinegrippepandemie viel mehr Angst machen und zu Zwangsimpfungen führen sollte. Es kamen aber zu viele Fragen auf und so funktionierte der Plan nicht, weil zu Wenige so reagierten, wie man gehofft hatte.

Auch, wenn man nie weiß, wie viel man bewirken kann, tragen viele, viele Internetseiten und andere Projekte dazu bei, dass mehr und mehr Menschen erwachen und sich nicht mehr auf ihr Hamsterrad reduzieren lassen.

Kostenpflichtig ist bewußt.tv nicht. Bislang ist noch alles frei. Allerdings entstehen natürlich auch Kosten, und man kann ohne Geld nicht mal irgendwo hin fahren, um z.B. eine Reportage zu machen. Deswegen wird es die Möglich-
keit geben, sich für eine Gebühr zu registrieren. Allerdings sollen alle Sendungen auch frei für alle zugänglich sein, so dass niemand aufgrund wirtschaftlicher Zwänge von Informationen ausgeschlossen wird. Wie im Fernsehen wird man alle Sendungen irgendwann sehen können, aber eben nur dann, wann sie laufen. Wer jederzeit auf alle Sendungen zugreifen will, der sollte sich anmelden. Es soll aber kein „Hochsicherheitstrakt“ sein, der Menschen ausschließt, die nichts bezahlen, sondern die Zuschauer sollen entscheiden, ob sie unsere Arbeit anerkennen und fördern wollen, wenn sie erkennen, dass die Informationsfreiheit, die wir bieten, eben auch etwas wert ist. Komi-
scherweise bezeichnet Esowatch bewusst.tv nicht nur als braun, sondern auch als kommerziell, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt weder Werbung, noch ein Spendenkonto oder sonst etwas, wo Einnahmen möglich wären, haben.
 
Dan Davis: Arbeitest Du gerade an einem neuen Buch?
 
Jo Conrad: Nein. Ich denke, die wichtigsten grundlegenden Dinge habe ich geschrieben, und die Zeiten sind so schnelllebig, dass man mit so einem Medium wie bewusst.tv viel schneller auf aktuelle Ereignisse reagieren kann. Daher wird meine Hauptarbeit dort liegen.
 
Dan Davis: Was sind Deiner Meinung nach die größten Missverständnisse, die gegen Deine Person im Raum stehen? Was kotzt Dich am meisten an? Und kannst Du Namen nennen von Personen oder Gruppen, die hinter einigen Rufmordkampagnen stehen?
 
Jo Conrad: Die größten Probleme haben wir Deutschen sicherlich mit der Vergangenheit des Dritten Reiches. Und
so löst bei Vielen schon der Begriff Reich Großalarm im Gehirn aus, obwohl es bei Frank-Reich kein Problem ist, oder z.B. Germania, obwohl ich nicht wüsste, was den Germanen vorgeworfen werden sollte. Aber für die meisten Menschen ist eben alles, was nur entfernt damit zu tun hat, furchtbar böse, man möchte gar nicht drüber nachdenken, und wenn jemand nur etwas differenzierter darüber reden will, dann muss er in den Köpfen vieler Menschen schon ein Fan oder selber Nazi sein. Und da habe ich nun wirklich nichts mit am Hut. Ich wäre aufgrund meiner Homosexualität möglicherweise im Dritten Reich auch verfolgt worden, ich habe also keinen Grund, die Nazis besonders zu mögen. Und Faschismus, Verfolgung und Diktatur ist sicherlich nichts, was ich irgendwie ganz annehmbar finde. Aber der Faschismus der Zukunft droht nicht in der selben Aufmachung, die wir kennen. Das dient nur noch zur Abschreckung. Dennoch können wir nur aus der Vergangenheit lernen, wenn wir sie ohne Scheuklappen betrachten, Wahrheit von Lügen trennen und nicht ins andere extrem ausschlagen, wie das offenbar vielfach der Fall
ist, heute. Es gibt Seiten im Internet, die ständig über andere Seiten herziehen, z.B. wenn eine Seite kein Impressum hat, aber selber haben sie auch keins.

Auf Seiten wie Esowatch werde ich nur negativ dargestellt, aber die verdrehen wirklich gezielt die Dinge. So war einer der Gründer von Germania selber Opfer grausamster ritueller Kindesmisshandlung, und wollte, dass solche Kinder in Germania eine Zuflucht finden können, aber auf Esowatch drehte man es so, als würde man Pädophilen eine Zuflucht bieten, was wirklich extrem bösartig und gemein ist.

Und was das Onlinelexikon Wikipedia taugt, sehe ich daran, dass sie mich auch trotz viele Diskussionen weiterhin als einen antisemitischen Verschwörungsautor bezeichnen, während meine ganze Arbeit darauf zielt, dass wir erkennen, dass wir alle teil derselben Schöpfung sind, und dass wir nur uns selber weh tun, wenn wir anderen weh tun.
 
Dan Davis: Was ist Deine Botschaft an die Menschheit für die Zukunft? 
 
Jo Conrad: Ich glaube, es zeichnet sich immer mehr ab, dass wir schöpferische Wesen sind. Nicht nur mit unseren Händen, sondern besonders durch unseren Geist. Selbst die Quantenforschung beginnt zu verstehen, dass sich unsere Realität aufgrund unserer Gedanken verändert. Es wird wichtig sein, sich bewusst zu machen, was man denkt, da man damit Dinge in sein Leben zieht. Gerade Ängste ziehen gerade das an, wovor man Angst hat, und Gedanken wie Neid, Missgunst oder Wut manifestieren möglicherweise oftmals mehr als es uns bislang bewusst ist.
Die großen Dramen von Mord und Totschlag müssen es gar nicht immer sein, wo Opfer und Täter heftige Erfahrungen machen, sondern es sind oftmals die kleinen Gemeinheiten, unbedachte Äußerungen oder alltägliche Gedanken, die das Leben scheinbar schwer machen. Es gehört viel Mut dazu, die Verantwortung für das zu übernehmen, was man in sein Leben gezogen hat, und es ist immer bequemer, anderen Schuld zu geben, wenn es einem schlecht geht. Aber es geht auch nicht darum, zu sagen, man ist selber Schuld an seiner Misere. Es geht um die Gelegenheit, sein Leben zu verändern, indem man sich bewusst macht, wie die Ereignisse mit unseren Gefühlen, Gedanken und Taten zusammen hängen.

Wir leben – noch – in einer Welt, in der wir uns ständig gegenseitig klein machen, den Wert allen Lebens sehr gering schätzen. Und wenn wir so weiter machen, wird das Leben auch noch schwieriger erscheinen. Bei den meisten von uns ist die Liebe hinter sehr viel Schmerz verborgen, durch viele kleine Situationen, wo wir uns verletzt gefühlt haben und entschieden, lieber keine Liebe mehr zu geben. Es ist eine große Herausforderung, sich seine Blockaden anzusehen, sich zu befreien und zu erkennen, wie kostbar alles Leben ist.
 
Dan Davis: Vielen Dank für das Interview.
 
 
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LIFT mit Gregor Gysi
LIFT im Offenen Kanal Bremen mit Jo Conrad und Gregor Gysi zu Zeiten des Kosovo-Konflikts.
 
(COVER UP! Newsmagazine, 29.03.2010)
 
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