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Dan Davis im Interview mit JOSEF MARIA KLUMB
Der Rocksänger nimmt erneut Stellung gegen seine Kritiker,
zu zeitkritischen Themen, dem "Satanisten"-Mord an Sandro
B. & dem Song "Sonnenritter", über Musik und Presse
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
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Bild oben: Von Thronstahl (Copyright by J.K. und Von Thronstahl). 

J.K. zu Dan Davis über seine (Berufs-)
Kritiker und Politik: 
"...Ich hab dann einfach ganz schnell die Etikettierungen der Gegner für mich zur aktuellen Mode ausgerufen ... Wir werden von den eigenen Politikern  belogen, betrogen, verraten und verkauft, genauso wie von den hochrangigen Bankern und den miesen kleinen Trickbetrügern auf unterem Laufniveau..." 
 
 
Dan Davis: Hallo Josef. Es freut mich, dass Du die Zeit gefunden hast, ein paar Fragen für COVER UP! zu beantworten. Wie siehst Du das Thema Überwachungsstaat aus Deiner kritischen Weltsicht heraus?
Denkst Du ein Großteil der Menschen in Deutschland befindet sich in einer Art Gleichgültigkeit der Dinge die da kommen? Oder bist Du der Meinung, mehr Überwachung bedeutet gleichzeitig mehr Sicherheit?
 
Rechts: Josef Maria
Klumb alias "J.K."
 
J. K.: Auf alle Fälle  befin-
det sich das Volk oder die Bevölkerung, die man sich erzogen hat, in einer ge-
wissen Gleichgültigkeit
und Lethargie. Schuld
daran ist diese gewisse Bequemlichkeit, die uns
auch in unstabileren Zei-
ten doch immer noch den gewissen Komfort von fließend Wasser, billiger Nahrung und dem täglich-
en Einlull-Unterhaltungs-
programm bietet. Ich ver-
trete ja lange schon die These, dass das Prinzip
der Diktatur am besten funktioniert, wenn die Schauspieler, die vorge-
ben eine Demokratie zu repräsentieren, ein freundliches Gesicht
machen – es muss kein
charismatisches Gesicht
sein – einfach nur  freund-
lich bis nichtssagend. Da-
zu etwas  menschlicher Anspruch – hier und da
mal das einfordern von Menschenrechten – und im eigenen Land dann schön weiter den Sicherheitsapparat  ausbauen. Ich frage mich halt, wessen Sicherheit
sie meinen, wenn
sie die SICHERHEIT zum Vorwand immer neuerer Maßnahmen machen. Ist das wirklich zu unserer Sicherheit gedacht, oder ist das die Sicherheit der oberen  Tausend, die hinter der Demokratie die Weichen stellen
und die Fäden ziehen? Noch nie hat man soviel potentiell unfähige Leute soviel von Sicherheit reden hören. Aber die Tatsache ist doch das Wir als Volk, Bevölkerung, als Einzelwesen und "Bürger" dieses Staates – unter permanenter Bedrohung sowohl von oben als auch von unten stehen. Das hermetische Gesetz beweist sich hier wieder vortrefflich. Wir werden von den eigenen Politikern  belogen, betrogen, verraten und verkauft, genauso wie von den hochrangigen Bankern und den miesen kleinen Trickbetrügern auf unterem Laufniveau. Die Sicherheit des Systems basiert auf der Unsicherheit eines jeden von uns.
 
Dan Davis: Du verarbeitest in Deiner Musik auch zeitkritische Themen. Das Projekt Unternehmen Dreizack ist hierzu sicherlich ein gutes Beispiel. Kannst Du dem Leser einige Sätze zu dem Projekt und seinen Hintergründen mitteilen?
 
J. K.: Ohh, UNTER-
NEHMEN  DREIZACK
das war so ein kleiner Nebenkriegsschau-
platz für mich und Dennis ( THE DAYS OF THE TRUMPET CALL), das wir neben VON THRONSTAHL mal  so
nebenbei ins Laufen brachten, um die Pa-
rallelen von Orwells
1984 mit der heutigen Situation in Kontext
zu bringen. ORWELLS
1984 ist nun einmal die Blaupause für das, was hier läuft. Eine Offen-
barung.
   
Dan Davis: Es ist
meiner Meinung
nach kaum möglich,
das Thema Weltver-
schwörung aufzugrei-
fen, ohne in die re-
chte Ecke gestellt zu werden. Besonders in Deutschland. Hast Du Verständnis für die Kritiker?
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J. K.: Ich hab dann einfach ganz schnell die Etikettierungen der Gegner für mich zur aktuellen Mode ausgerufen.
Mir selbst genügt es nicht einfach nur Nazi, Faschist und Antidemokrat geschimpft zu werden – ich verlange nach härteren Bezeichnungen. Ich hab mich dagegen nur wehren müssen, solange ich noch den Ruf eines Managements oder den Ruf des SONY Konzerns mit zu verteidigen hatte. Für meine Kritiker möchte ich gerne für den II. Weltkrieg verantwortlich sein – und für alles, was sonst noch so passierte. Rechtsradikal ist mir zu wenig. Wenn man in etwa weiß, wie man selber tickt, dann kann es einem bei nahe egal sein,  als was der Gegner einen bezeichnet.
Insgesamt haben sich diese Berufskritiker keinen Gefallen getan. Man hat mich nicht aufhalten können. Und diese Tatsache verbinde ich mit der Theorie, dass das was mich mit anschiebt mit einer gewissen Urgewalt korrespondiert.
Du kannst ein Thema, dessen Stunde schlägt, mit keiner Macht der Welt verhindern. Das ist etwas anderes, als
eine künstliche Medien-Propaganda.
 
Dan Davis: Vor einigen Jahren erschien unter dem Namen Preussak die
CD Werkschau. Ein sehr elektronisches Projekt, welches im Kontrast zu vielen anderen Werken von Dir steht. War dies eine einmalige Sache, oder kann man sich auf eine weitere CD von Preussak freuen?
 
J. K.: PREUSSAK sollte
damit eigentlich auch abgegolten sein. Das fing ja 1988 ca. mit ersten
harten elektronischen Rhythmen an. Und dann
hat man sporadisch
immer mal wieder was fabriziert. Das gesam-
melte sollte dann einfach diese WERKSCHAU CD ergeben. Aber Konzentration auf das wesentliche lässt mich von Nebenschauplätzen fern bleiben.
 
Dan Davis: Auch bei Preussak verarbeitest Du zeitkritische Themen. So handelt ein Titel beispielsweise von der RAF und dem 7. Stockwerk in Gefängnis Stuttgart Stammheim. Was hat Dich damals dazu veranlasst, dieses Thema musikalisch umzusetzen? 
 
J. K.: Der Text ist ja RAF-kritisch und kochte im Unterbewusstsein schon sehr lange vor sich hin. Ich glaubte schon damals nicht an die HINRICHTUNGSTHESE von Stammheim, sondern an eine Kapitulation, die vor den JÜNGERN der Weltrevolution dann wie in einem religiösen Wahn dann zu dieser Verschwörungstheorie hochgeschoben wurde.
Seltsamer weise haben die Vertreter dieser Linken Verschwörungstheorie die größten Glaubensprobleme mit allem, was an Verschwörungsmöglichkeiten unsererseits thematisiert wird. Es sind im Grunde auch nur verkappte religiöse Eiferer.
 
Bild links: Von Thronstahl.
 
 
 
 
Dan Davis: In Deinem Projekt Von Thronstahl wird nach mei-
ner persönlichen Meinung die Musik wieder als etwas Be-
sonderes und als wirkliche Kunstform wahrgenommen. Was unterscheidet Deiner Mei-
nung nach Von Thronstahl von Forthcoming Fire? Damit jene Leser, die noch nichts von Von Thronstahl gehört haben, sich ein Bild machen können.
 
J. K.: VON THRONSTAHL ist
meine musikalisch heimatliche Heimkehr, meine Rückbesinnung, meine Rückkehr ins Abendlän-
dische. Es ist die konsequen-
te Folge einer Odyssee, die mit PUNK begann, über Gothic ging, um dann mit VON THRONSTAHL
wieder an Land zu gehn. Das ist Deutschland und Europa pur.
 Abendländischer Geist, kon-
servative Avantgarde. Über
jeden Trend erhaben. So klingt
Musik, die heim ins REICH will und einen Saustall vorfindet…
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Dan Davis: Bist Du Mitglied irgendeiner kirchlichen Organisation? 
 
J. K.: In letzter Konsequenz dürfte ich dem durchschnittlichen Katholiken eher ein Dorn im Auge sein, aber ich be-
kenne mich sehr stolz dazu, römisch katholisch getauft worden und in einem ländlich geprägten Katholizismus der 60er Jahre aufgewachsen zu sein. Der ländliche Katholizismus hatte die besseren Pfarrer - keine Sozialpädagogen, sondern Pfarrer. Keine zimperlichen Typen, sondern sehr lebensnahe Gesellen, die auch im Wirtshaus ihren Mann stehen konnten, oder halt auch heimlich mal einen über den Durst tranken. Katholizismus, guter Weinbrand und
eine gewisse Stilsicherheit gingen damals sehr gut konform. Von einer katholischen demokratischen Basis  halte
ich rein gar nix. Das sind Leute ohne Geschmack, die glauben, ein Mensch müsse  überall und jederzeit in allen Bereichen mitzureden haben. Die Demokratie muss  pausenlos quatschen. Diese Leute können eine gothische
Kathedrale nicht für sich selbst reden lassen – sie müssen mitreden – sich einbringen und Scheiße  aussehn.
Der Katholizismus behagt mir, weil er der Weg des Menschen ist. Er beinhaltet alle Abgründe, sogar die der totalen
Verkehrung durch die entsprechenden Päpste (angedeutet in der Kopfüber Kreuzigung des Petrus, des Felsens auf
dem diese Kirche gebaut ist), Abgründe, Schwächen, Sehnsüchte und Höhen, Verbrechen, Schuld, Sühne, Erlö-
sung, alles inbegriffen. Und das sag ich mit dem Hintergrund, dass ich an keine kreationistische Erschaffung der Welt in 6 Tagen glaube, sondern an eine herrliche, durchaus mit einer präastronautischen Schöpfungsgeschichte in Einklang zu bringen.
 
Dan Davis: Was war für Dich der Auslöser, Musiker zu werden?
 
J. K.: Das jugendliche Gefühl, hier völlig fehl am Platz zu sein. Zumindest was die Forderung der Welt
an mich betraf. Musik
alleine spielte nicht
die erste Geige. Das Zusammenkommen mehrerer entschei-
dender Komponen-
ten muss es gewe-
sen sein. Eine musi-
kalische Ader  mag
wohl gegeben gewe-
sen sein. Ich mochte Musik hören – Rock, Pop, Klassik – ohne selber auch nur eine Note lernen zu wo-
llen. Ich hab beim Blockflötenunter-
richt  einfach sofort
auf Durchzug ge-
stellt. Musik war mir immer mehr Ge-
fühl. Hätte ich ein
Instrument richtig beherrschen gelernt oder Noten, wäre ich weniger produktiv gewesen, als der potentielle Dilletant, der ich bin. Ich kann im Grunde nichts – alles was ich mache, ist Gefühl  transformieren. Auch mein Gesang ist mehr Gefühl als etwa Stimmband. Und Musik  ist ein  hervorragendes Mittel, seine eigene Rebellion in Gang zu bringen. 

 
J.K. im Interview mit Dan Davis über den "Satanisten"-
Mord an Sandro B. und den Song "Sonnenritter", den
J.K. zusammen der Band ABSURD, die für den Mord
verantwortlich sind, aufgenommen hat: 
"Eine Verkettung ungünstiger Umstände – zu der
Zeit ... Diese dauernden Abwehrkämpfe gegen die
Linksextreme machte mich unvorsichtig gegenüber
dem Bereich, in dem ich Zuspruch erfuhr ... Hendrik
fragte irgendwann an, ob seine Band Absurd und
wir ein gemeinsames Stück konzipieren könnten.
Ich willigte ein ... Als ich dann bei einem Freund in
dessen Black-Metall Bibliothek stöberte und zwei
entsprechende Bücher durchblätterte, wusste ich,
dass ich mit dieser Kollaboration das vorzeitige Ende
von WEISSGLUT so gut wie in der Tasche hatte. Ich 
bat Hendrik um Diskretion. Er selber weiß, dass 
ich erst ab dann von seinem Hintergrund wusste..."


Dan Davis: Was ist an den Behauptungen dran, Du hättest mit der Band Absurd das Lied Sonnenritter
aufgenommen, die für die Ermordung von Sandro B. verantwortlich sind und dem Satanismus zugeord-
net werden?
 
J. K.: Eine Verkettung ungünstiger Umstände – zu der Zeit, als ich nicht wusste, was ich tat. Ich hätte sehr viel
strategisch sorgsamer denken und handeln müssen. Diese dauernden Abwehrkämpfe gegen die Linksextreme machte mich unvorsichtig  gegenüber dem Bereich, in dem ich Zuspruch erfuhr. Ich hatte von BLACK METAL kaum
einen Schimmer – kannte DIMMU BORGIR und war von den skandinavischen Gruppen, die ich hier und da zu se-
hen bekam, tief beeindruckt. Das waren Wikinger Söhne – zweifelsfrei. Söhne des Nordens, die genau den Sound machten, zu dem sie geboren und berufen waren. Weiter wusste ich nichts.  Was in Deutschland in diesem Bereich lief, entzog sich mir und interessierte mich nicht so sehr, weil ich die Skandinavier eben für das authentischste überhaupt hielt. Wir  Deutschen sind keine Wikinger – genauso wenig, wie wir Südstaatenrocker sind.
 
Möbus ist ein in-
telligenter Geist, der sich auszudrücken versteht und des-
sen Briefe aus ei-
ner Justizvollzugs-
anstalt alles andere als uninteressant waren. In dieser
Zeit des Aufbruchs und Umbruchs ha-
ben wir Gedanken
ausgetauscht und philosophiert. Und
ich sagte mir selbst, das ich ihn nie fra-
gen werde, warum
er einsitzt. Er wür-
de schon selber irgend wann darüber berichten. Ich mo-
chte einfach nicht jemanden, der auf
ein paar Quadrat-
meter eingepfercht
ist, mit indiskreten Fragen unter Druck setzen. Und damals war der Begriff Internet und Suchmaschine etc. ein Universum,
 das noch Jahre ent-
fernt von mir seine eigenen Bahnen zog. Ich hatte damals gerade das erste Mal in meinem Leben überhaupt   Telefon – und das ich ein Faxgerät dazu bekam, das war meines Erachtens schon reinster futuristischer Hightech.
 
Hendrik fragte irgendwann an, ob seine Band Absurd und wir ein gemeinsames Stück konzipieren könnten. Ich willigte ein – bekam den Text, der auf meiner Wellenlänge lag. Dennis konzipierte eine Grundmusik, wir arbeiteten das Thema aus, schickten es an Absurd und fertig. Zur selben Zeit liefen Verhandlungen mit SONY und anderen großen Labels wegen der WEISSGLUT CD Produktion. Die NEUE DEUTSCHE HÄRTE war gerade angesagt und SONY hatte sich dazu entschieden, uns sehr groß zu machen. In dieser Situation, in der ich enormst unter Druck geriet, war die tägliche Frage, die ich mir stellte, wie lange ich das aushalte zwischen einer gewissen Bandloyalität, dem Druck, den die Band  und das Management meiner Weltanschauung wegen gegen mich ausübten – und der Gewissheit, dass das nicht lange gut gehen kann. Ich wusste, das ich nicht viel Zeit hätte und das der Druck des
so genannten antifaschistischen Widerstandes noch höllische Kräfte mobilisieren würde. Die Frage war: Wie weit komme ich und die Band in schnellstmöglicher Zeit. Schaffen wir den Durchbruch oder werden wir vorher gebrochen.
 In  dieser Phase hätte ich mich wissentlich nicht auch noch auf das ABSURD Abenteuer eingelassen. 
 
Als ich dann bei einem Freund in dessen Black-Metall Bibliothek stöberte und zwei entsprechende Bücher durch-
blätterte, wusste ich, dass ich mit dieser Kollaboration das vorzeitige Ende von WEISSGLUT so gut wie in der Tasche hatte. Ich bat Hendrik um Diskretion. Er selber weiß, dass ich erst ab dann von seinem Hintergrund wusste. Seine Reaktion inklusive seiner Indiskretion empfand ich als Häme. Von da an musste ich öfters die Erfahrung machen, dass Leute im eigenen Terrain oder Leute, die mir beipflichten – selbst so genannte Freunde oder mir freundschaftlich zugetane Menschen – heftiger schaden können, als der so genannte Gegner, von dem ich nichts anderes als Feuer zu erwarten habe. Trotzdem breche ich den Stab über keinem Menschen, dessen Leben noch nicht zu ende geschrieben ist. Ich weiß nichts von seiner heutigen Einstellung gegenüber dem Geschehen. Ich
weiß nur, dass seine US-amerikanischen Weißen Brüder nicht mein Ding sind. US Nazismus ist für mich genauso unauthentisch wie bayerische Rastafaris. Ich unterscheide auch zwischen den Graden von Rassismus und Härte.
Es gibt auf meiner Skala zwischen zu fiel und zu wenig auch noch reichlich mittiges. Aber seine Beschützer
in Amerika sind nicht nach meinem Geschmack. Wenn er einmal die Gelegenheit haben würde, nicht mehr der Gehetzte zu sein, dann wird er sich mit sich und seiner Vergangenheit auseinandersetzen. 
 
Meine Antwort auf ihn liegt nicht in einer "Heldenverehrung", wie sie von den Irren betrieben wird. Und auch nicht in seiner Verdammung, wie sie von den Moralischen Instanzen gehandhabt wird. Meine Schwierigkeiten, die mir die Kollaboration einbrachte, halten mich auf Abstand. Ich vertraue niemandem mehr – und bin nicht ambitioniert, im eigenen Umfeld  weiter auf Minen treten zu müssen. 
 
Ich breche meinen Stab nicht über ihm, weil das Leben ihm noch sehr viele Möglichkeiten einräumt, das Gesche-
hene anders zu betrachten. Es ist leicht KAIN als den Mörder seines Bruders zu brandmarken. Aber wir dürfen nicht übersehn, dass das Unbehagen gegenüber Kain das Unbehagen gegenüber unserer eigenen Natur ist. Wir tragen den Stein permanent mit uns.
 
Rechts: Josef Maria Klumb alias "Jay Kay".
 
Dan Davis: Nervt es Dich, wenn Men-
schen  Deine Per-
son in eine rechtsra-
dikale Ecke stellen,
ohne jemals mit Dir persönlich ein Wort gesprochen zu ha-
ben? Würdest Du sa-
gen, dass die rechte Szene in Deutsch-
land künstlich aufge-
bauscht wird? Rechte Musikgruppen wur-
den angeblich in
der Vergangenheit von Mitgliedern des   Verfassungs-
schutzes gegründet
nur um sie danach wieder zu verbieten.
Das Verbot der NPD konnte damals nicht umgesetzt werden,
da ein Großteil der Mitglieder in der
Führungsebene der Partei verdeckte Ermittler waren. In
die rechte Ecke ver-
bannte Personen wie Jan van Helsing oder Bands wie die Böhsen Onkelz machen deutlich, warum für viele Zweifel an den offiziellen Behaup-
tungen aufkom-
men. Etwa 90 % der rechten Straftaten sollen ja aus Ha-
enkreuzschmie-
rereien und der Ausübung des Hitler-Grußes in der Öffentlichkeit bestehen, die oftmals von pubertier-
enden Jugendlichen ohne wirklichen politischen Hintergrund ausgeführt wurden. Was die Frage aufkom-
men lässt, wie groß das rechte Schreckgespenst noch wäre, wenn man diese benannten Dinge aus der Statistik herausfiltern würde. Was ist Deine Meinung dazu?
 
J. K.: Pupertierende Jugendliche als Initiatoren von HAKENKREUZSCHMIEREREIEN und geschändeten Friedhö-
fen - das mag hier und da schon stimmen. Aber es gibt das ganze ja auch als gezielt inszenierte Propaganda der gegnerischen Seite. Mossad und Stasi bedienten sich dieser wirkungsvollen Strategie. Und genau so wie ich die Theorie für wahrscheinlich halte, das die dritte RAF Generation aus BND oder überstaatlichen Komparsen bestand. 
Wenn der Zweck die Mittel heiligt, dann ist den Propagandisten doch jedes Mittel recht.
 
Werner Symanek hat vor Jahren schon ein Buch darüber geschrieben: "UNTER FALSCHER FLAGGE " (VAWS ).
Es gibt sie natürlich, die Agenten, die innerhalb einer rechten Partei an deren Handlungsunfähigkeit arbeiten. Oder daran, das möglichst das untere Level bedient wird. Es gibt aber auch Parteisoldaten, die das Level ohne staatlichen Auftrag ganz von alleine auf niederem Niveau halten – UND es gibt die Idealisten, die an dieser Situation verzweifeln und zu oft ins Hintertreffen geraten. Es gibt aber auch einige herausragende Köpfe, die sich noch im Hintergrund halten und ihr Potential nicht zur falschen Zeit einfach verschleudern wollen. Neee, in Anbetracht der Allgemein-
situation stell ich mich auch selbst in die Rechte Ecke. Auch wenn ich nicht hinpassen würde.
 
Der Standort sorgt
dafür, dass mich keiner je in Zusam-
menhang mit dem Establishment bringt – mit Grün, Rot oder auch Schwarz. Das Kainsmal dient mir  zur Unterscheidung der Geister – und grenzt mich ab vor dem ganzen mie-
figen Mainstream.
Es ist einfach spannender so –
nicht bequem,
aber interessanter.
 
Dan Davis: Auf
der Rückseite
der CD Je Suis
von Forthcoming Fire sieht man
zwei UFOs, wenn ich das richtig ge-
deutet habe. Könntest Du Dir vorstellen, dass außerirdisches Leben existiert und diese tech-
nologisch und geistig höher entwickelt sind als wir?
 
J. K.: Für mich steht fest, dass der Gott, der mich hat wachsen lassen, über ein reiches Arsenal an Hightech-Instru-
mentarien verfügt. Ich betrachte den Garten Eden als ein Gewächshaus – als ein Labor, eine Station. Gott schuf
uns nach seinem Ebenbild – mit all seinen Ambivalenzen, Höhen und Tiefen. Seine Engel gaben uns das Feuer, das Rad, das Beil. Ein gewaltiger Gott, ohne Zweifel, eine gewaltige uns weit überlegene Hierarchie. Wie gesagt, ich bringe das alles leicht unter einen Hut – auch das einschneidende Ereignis von Jesu Geburt, Tod, Höllenfahrt,  Auferstehung und Himmelfahrt. Es braucht seine Zeit, bis die Welt sich darauf einen Reim macht. Für mich ist das alles geklärt. Das Königtum Christi – seine Anbetung durch die drei Weisen aus dem Morgenland. Ungeheuerlich große Schlüssel-Symbolik im großen Spiel.
 
Dan Davis: Hattest Du selbst schon einmal eine UFO-Sichtung oder ein spirituelles Erlebnis? Glaubst Du an ein Leben nach dem Tod?
 
J. K.: Vor 20 Jahren ca.. Da beobachtete ich mit Freunden durch die PKW Frontscheibe ein recht interessantes Lichtspiel. Ich meine jetzt nicht das Lichtspiel, das mit den Suchscheinwerfern irgendwelcher Technodiskotheken
am Himmel verursacht wird, sondern ein in der Luft  stehendes leuchtendes Etwas, dass sich vom leuchten norma-
ler Fluggeräte sehr deutlich unterschied. Interessant waren die ruckartigen, beinahe blitzschnellen Haken, die die-
ses Flugobjekt zu schlagen schien. Ruckartig veränderte es seine Position, glühte dann vor sich hin. Die Licht-
quelle schien fast feuriger Natur, ähnlich einem Flammenspiel hinter Glas. Oh ja – spirituelle Begebenheiten sehr privater Natur hatte ich immer wieder auch erleben dürfen. Viel in Zusammenhang mit Präkognition. und Jenseits-Kontakt.  
 
Dan Davis: Vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten.
 
 
Zum Einsehen benötigen Sie Flash Player.
Forthcoming Fire - Raise Your Wings Like Fire
Erinnerungen an vergangene Tage: Live in der Kaue Gelsenkirchen, 19.03.93
 
 
Zum Einsehen benötigen Sie Flash Player.
Forthcoming Fire - The Free Speech Of Flaming Enlightment (live)
Erinnerungen an vergangene Tage: 19.03.1993 live in der Kaue, Gelsenkirchen
 
 
(Copyright by COVER UP Newsmagazine)
(Copyright Bilder by Josef Maria Klumb)
 
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