COVER UP! NEWSMAGAZINE von Dan Davis  - Das Magazin gegen Rechts und gegen Geheimgesellschaften

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Dan Davis im Interview mit ROLAND ROTH
Der Autor über sein aktuelles Buch, Intelligent Design, die Plejaden, Zeitreisen & die Himmelsscheibe von Nebra 

Im Jahr 2014 ist das aktuelle Buch "Phantastische
Orte – Exkursionen in die Vergangenheit" von
Roland Roth und Frank Grondkowski erschienen,
bei dem das Vorwort der bekannte Bestsellerautor
Walter-Jörg Langbein geschrieben hat. Dan Davis
befragte Roland Roth im Dezember 2014 hierzu,
wobei auch andere Dinge ausgiebig angesprochen
wurden. Darunter die Themen "Intelligent Design",
die Plejaden, Megalithen, die Externsteine im Teu-
toburger Wald, Zeitreisen, die Himmelsscheibe von
Nebra, Götterspuren und vieles mehr. Er schrieb in
der Vergangenheit eine Vielzahl von Büchern,
darunter "Technogötter", "Aufbruch zu neuen
Welten", "Astronauten der Vorzeit" oder auch
"Der UFO Faktor". Er ist zudem Herausgeber des
Printmagazins "Q`Phaze" und verfasste in der
Vergangenheit Artikel für diverse Zeitschriften,
darunter " New Scientific Times" - "BIPEDIA" -
"Unknown Realtity" - "Sagenhafte Zeiten" - "Ma-
gazin 2000plus" und "Matrix3000". 1996 bis 2002
war er Herausgeber des Päläo-SETI-Fachmagazins
OMICRON. Jetzt hier in COVER UP!

Bild links: Autor Roland Roth.


Bereits zum dritten Mal steht der deutsche Autor Roland Roth im Magazin COVER UP! Dan Davis Rede und Ant-
wort. Hier spricht er über einen Zeitkollaps und einen Riss in den Dimensionen, über seine Meinung, ob der Samen
der Menschheit auch an anderen Orten im Universum heriedergegangen ist und sich entwickelt hat, oder doch nur
hier auf der Erde. War Jesus eventuell sogar ein Zeitreisender? Diese und viele andere Themen jetzt hier im
COVER UP! Newsmagazine.

Roland Roth im Interview mit Dan Davis:
"Die Himmelsscheibe von Nebra ist ein beeindruckendes
Stück Geschichte ... Was macht die Plejaden so beson-
ders interessant für die alten Völker? ... Steckt mehr
dahinter? Die Plejaden tauchen sogar in den Höhlen
von Lascaux auf, wurden erstmals in Sumer schriftlich
als Sternbild erwähnt und als Siebengottheit der großen
Götter oder als Sterne des Enki bezeichnet. Sogar für die
Blackfoot-Indianer Nordamerikas war das Sternbild der
Plejaden von immenser Bedeutung..." 


Dan Davis: Hallo Roland!  Im Jahr 2014 ist
Dein neues Buch, eine Anthologie, mit dem
Titel Phantastische Orte – Exkursionen in die
Vergangenheit erschienen. Was hat Dich zu
dem Projekt inspiriert?  

Roland Roth: Das Buch handelt von spannenden
und meist unbekannten Orten, von mystischen
Plätzen und alten Kultorten, von interessanten Reisezielen und faszinierenden Ländern, deren
Rätsel und Mysterien man unbedingt mal erlebt
haben muss. Auch Spuren, die mitunter von ural-
ten Kulturen genutzt und errichtet wurden, sind ein Thema. Diese Orte in Augenschein zu nehmen und
den Lesern davon aktuell zu berichten und ihnen
somit ein Instrument in die Hand zu geben, diese spannenden Objekte und Plätze selbst aufzusu-
chen, war Inspiration, dieses Buch genau so auf-
zubauen. Als Reiseführer und Berichterstatter zu seltsamen Steinen, Felsen, zu Zwergen, Kobolden
oder zu phantastischen Spuren von Hochtechnolo-
gie in ferner Vergangenheit. So machen wir in dem
Buch eine Art „Rundumblick“ über die ganze Welt,
denn auch die Spuren von längst vergangenen Zivilisationen und Rätseln der Vergangenheit sind
ebenfalls weltumspannend.  

Dan Davis: Das Vorwort ist von Walter-Jörg
Langbein. Im Buch selbst haben eine Vielzahl
von Autoren zu verschiedenen Themen Stel-
lung bezogen. Wer im Speziellen – und gibt
es Kapitel, auf das Du hier als Beispiel etwas
näher eingehen kannst? 

Roland Roth: Neben Walter-Jörg Langbein kommen einige weitere Fachleute auf ihrem Gebiet zu Wort, so auch
Mit-Herausgeber Frank Grondkowski mit einer Reihe hochinteressanter Beiträge aus Mittelamerika oder Arabien.
Mit dem Klusfelsen in Goslar und dem Gott Krodo ist der Autor Mike Vogler vertreten, des weiteren berichtet
Kryptozoologie-Experte Hans-Jörg Vogel über das „Tal der Sirenen“ in Frankreich und über Feen, Elfen und Trolle
auf Island. Entdeckungen auf den Azoren sowie Göbekli Tepe in Anatolien und die aktuellen Forschungen hierzu
beschreibt der Autor Hans-Dieter Gau. Der Schweizer Hans-Peter Jaun begab sich auf die Suche nach polygonalen
Mauerwerken in Italien und die Tempel auf Malta werden von Hans-Jürgen Schulz unter die Lupe genommen. So
zieht es sich fachübergreifend und reich bebildert durch das gesamte Buch. Jeder einzelne dieser Beiträge wurde
nach persönlichen Besuchen der jeweiligen Orte und entsprechenden Erfahrungen des jeweiligen Autoren verfasst
und bietet so einen vielfältigen Querschnitt an Berichten über diese sehenswerten Orte.  

Dan Davis: Du selbst schreibst darin auch über die steinernen Spuren im Harz und an anderer Stelle
(ebenfalls) über „Spuren von Megalithen“ in Deutschland sowie die Externsteine im Teutoburger Wald.
Kannst Du ein paar Worte zu Letzteren verlieren und was diesen Ort für Dich so faszinierend macht? 

Roland Roth: Die uralten Spuren unserer Altvorderen
interessieren mich immer sehr. Dazu gehören eben auch
so Plätze wie die Externsteine, die seit Menschengeden-
ken Schauplatz für eine Zahl von religiösen Riten und
Kulte waren. Die eigentlich natürliche Felsformation
wurde bereits in Urzeiten verehrt und dafür ihre Felsen
bearbeitet und nicht erst seit christlicher Zeit verwendet.
Die Wichtigkeit dieser Kultstätte war nach meiner Auf-
fassung vor vielen, vielen Epochen weitaus größer, als
sie es heute ist. Die Spuren führen da bis in die rätsel-
hafte Megalithzeit zurück, die ich in Technogötter
ausführlich behandele. Wie viele andere Kultstätten aus
der angeblichen „Steinzeit“ sind auch hier in unseren
heimischen Gefilden rätselhafte Plätze, deren ursprüng-
licher Zweck vielfach längst vergessen wurde. Ich bin der
Meinung, dass diese Stätten auch nicht von „Steinzeit-
menschen“ geschaffen oder bearbeitet wurden, wie ich
weiter unten noch ausführen werde. Solchen Stätten also
öfters einen Besuch abzustatten lohnt sich also allemal.   

Dan Davis: In einem anderen Kapitel schreibt
Matthias Donner über die Himmelsscheibe von
Nebra. Hast Du eine eigene Meinung dazu, warum
hier augenscheinlich ausgerechnet die Plejaden mit
verewigt wurden? 

Roland Roth: Die Himmelsscheibe von Nebra ist ein
beeindruckendes Stück Geschichte. Gemeinsam mit
Matthias Donner und weiteren Kollegen konnte ich
unlängst sowohl den Fundort als auch die Scheibe selbst, die sich im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle
befindet, in Augenschein nehmen. Die Herstellungszeit der Scheibe wird auf 1600 v.Chr. datiert. Damit ist die
Scheibe die älteste und bislang korrekteste Darstellung des Nachthimmels und sogar 200 Jahre älter als die
frühesten ägyptischen Darstellungen. Warum die Plejaden? Die Plejaden waren bereits lange vor Erfindung des
Teleskops als Sterngruppe bekannt, so werden traditionell auch oft nur die hellsten Hauptsterne als Plejaden
bezeichnet. Der Sternhaufen liegt rund 380 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Stier, umfasst mindestens
1200 Sterne und ist etwa 125 Millionen Jahre alt. Die Himmelsscheibe ist nicht allein mit der Darstellung der
Plejaden. Zahlreiche alte Dokumente und Bildnisse zeigen offensichtlich diese Sternenkonstellation, die schon bei
Homer und Hesiod eine Rolle gespielt hat, weil dadurch der Zeitpunkt der Aussaat bestimmt wurde. War das aber
der einzige Grund? Was macht die Plejaden so besonders interessant für die alten Völker? War die Sternengruppe
seit jeher für kalendarische Zwecke nutzbar, oder steckt mehr dahinter? Die Plejaden tauchen sogar in den Höhlen
von Lascaux auf, wurden erstmals in Sumer schriftlich als Sternbild erwähnt und als Siebengottheit der großen
Götter oder als Sterne des Enki bezeichnet. Sogar für die Blackfoot-Indianer Nordamerikas war das Sternbild der
Plejaden von immenser Bedeutung. Die Blackfoot waren nomadische Jäger und Sammler. Der Stand der Plejaden
zu Beginn der Trockenzeit war das Startsignal für eine aufwendige Treibjagd der riesigen Bisonherden.  


LLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL
Bild oben: Nebra, Museum.


Die Himmelsscheibe war m. E. also ein astronomisches Kalendarium, das wichtige Elemente astronomischer Deutung beinhaltete. Welche Geschichte darüber hinaus mit den Plejaden und den anderen Gestirnen auf der Scheibe erzählt wird, bleibt wohl Spekulation. Womöglich ist an den Forschungen von Wilfried Briegel und Axel
Ertelt etwas dran, die in ihrem Buch Die Heimat der Götter die These vertreten, dass die Götter von den Plejaden
zur Erde kamen. Vor allem viele Kritiker und Skeptiker der prä-astronautischen Idee argumentieren, dass es im
Sternhaufen der Plejaden kein intelligentes Leben geben kann, weil er viel zu jung sei. Einzelsterne und damit
mögliche Planeten und Planetensysteme können aber schon viel älter sein, weil sie nicht als Sterne und Planeten
des Sternhaufens in diesem Zeitraum entstanden, sondern bereits vor Ort waren und damit gewissermaßen von
dem Sternhaufen eingefangen oder in diesen integriert wurden. Als Beweis dafür können unter anderem einige
Weiße Zwergsterne gelten, die im Sternhaufen der Plejaden vorhanden sind. Es ist also nicht weniger spekulativ
anzunehmen, dass es in den Plejaden viel ältere Systeme gibt, als der Sternhaufen selbst alt ist. Somit ist aber
auch spätestens jetzt die mögliche Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens in den Plejaden gegeben – auch
von Leben intelligenter Art.  

Und die alten Mythen berichten uns nun einmal davon, dass einst Besucher von den Plejaden auf die Erde kamen.
Haben unsere Vorfahren sich das ausgedacht und gelogen? Warum nannten die Azteken die Plejaden Tianquiztli,
was übersetzt „Versammlungsort“ bedeutet? Die Dakota-Indianer glauben, dass ihre Ahnen von den Plejaden
kamen. Und auch die Hopi-Indianer betrachteten sich, genau wie die Dakota, als direkte Nachfahren der Plejaden.
Sie nennen die Ahnen von den Plejaden die Chuhukon, was soviel wie „zusammenhaften“ (zusammenhalten)
bedeutet. Die Cree-Indianer beanspruchen ebenfalls für sich von den Sternen (Plejaden?) gekommen zu sein. Dies
geschah zuerst in „Spirit-Form“ (Astralebene?), wonach sie auf der Erde wieder zu Fleisch und Blut wurden. Sind
das alles nur phantastische Schilderungen und mehr nicht?  

Dan Davis: In Deinem Buch Die Existenz des Unglaublichen schreibst Du, die Erforschung der Menschheits-
geschichte würde Lücken aufweisen. Könntest Du etwas näher darauf eingehen?   

Roland Roth: Es gab eine Menschheit vor der Menschheit, sie waren bereits vor der Sintflut mindestens so
hochentwickelt wie wir heute. Hier ist die klaffende Wunde in unserer  Erforschung der Menschheitsgeschichte. Gab
es eine Urkultur, die unsere Lehrmeister waren und dem Menschen die eigentliche Zivilisation gebracht haben? Fast
schon unscheinbar ragen Hinweise aus dem Schutt der Vergangenheit empor, die eine Existenz hochentwickelter
Zivilisationen in grauer Vorzeit wahrscheinlich machen. Daneben gab es parallel aber auch noch nicht so weit
entwickelte Völker auf der Erde, für die diese Technologie und das Wirken dieser Fremden wie Magie vorgekommen
sein muss, sie also als Götter in die Überlieferungen der Menschheit eingingen. Diese Vöker waren womöglich
unsere Altvorderen, die uns diese Geschichten als Zeitzeugnisse hinterlassen haben und heute noch, wenn auch
nur rudimentär vorhanden sind. Das ist prinzipiell vergleichbar mit der Situation heute: Neben den industriell hochent-
wickelten Zivilisationen auf der Erde existieren parallel dazu primitive Naturvölker, wie im tiefen Amazonas oder auf
Papua-Neuguinea, die von unserer modernen Technologie keine Ahnung haben oder nur vom Erzählen her kennen.
Wer sagt uns, dass diese Situation vor Jahrtausenden nicht schon einmal vorhanden war? Einigen Spuren wird u. a.
in Die Existenz des Unglaublichen nachgegangen.  

Dan Davis: Du gehst zudem in dem Buch darauf ein, dass einige Himmelskörper in unserer planetaren
Nachbarschaft merkwürdige Eigenheiten aufzeigen, die Rätsel aufgeben. Kannst Du hier ein Beispiel
benennen? 

Roland Roth: Da gibt es vielerlei Beispiele.
Um mal zwei „Kuriositäten“ aus unserem
Sonnensystem zu erwähnen: Da ist beispiels-
weise die bis heute rätselhafte Tunguska-
Explosion, die heutzutage mittlerweile in fast
allen Medien als Meteoriten- oder Komenten-
einschlag längst erklärt scheint. Allerdings
existiert bereits seit 1967 eine Arbeit vom
Vereinigten Kernforschungsinstitut im russi-
schen Dubna, die radioaktive Baumstämme
im Gebiet der Tunguska-Explosion untersucht
haben. Das Ergebnis waren Strahlungsrück-
stände, die von radioaktiven Elementen oder
gar Antimaterie herrühren könnten und die
Forscher sogar von einem intelligenten,
außerirdischen Charakter des abgestürzten
Objektes sprachen. Auch die radioaktiven
Sprünge in den Baumringen sind bemerkens-
wert, finden sich diese doch an zwei markan-
ten Jahreswerten: 1908 und 1945, letzterer
Wert kennzeichnend für den Beginn der
Atomtests. Da gibt es also meiner Meinung
nach zum Thema Tunguska noch einiges zu
klären. Als zweites Beispiel mögen die sehr
starken Helligkeitsschwankungen des Objekts
1991 VG dienen. Dieses Objekt, das gemein-
hin als Asteroid bezeichnet wird und im Rah-
men des Projekts Spacewatch im Jahre 1991
als erdnahes Objekt entdeckt wurde, flog damals in einer Entfernung von 1,5 Mond-
distanzen an der Erde vorbei – in kosmischen Dimensionen also ziemlich nahe. Diese ex-
tremen Helligkeitsschwankungen kommen bei
Asteroiden normalerweise nicht vor, da ihre
Oberfläche meist aus relativ einheitlichem
Gestein besteht. Wenn die Oberfläche von
1991 VG das Sonnenlicht aus unterschiedlichen Winkeln betrachtet anders reflektiert, so heißt es, dass es ein
Gegenstand ist, der aus zahlreichen Materialien zusammengesetzt ist – kurz gesagt, könnte es sich auch um ein
künstliches Objekt handeln. Man vermutete also erst einmal, es könne eine große ausgebrannte Raketenstufe sein.
Schnell fand man allerdings heraus, dass 1991 VG sich nicht in einem Erdorbit befindet, sondern die Sonne um-
kreist und nur alle paar Jahre bei uns vorbeischaut. Also ein großes Bruchstück einer Sonde, die wir mal selbst ins
Sonnensystem geschossen hatten? Die Bahndaten sind inzwischen relativ gut berechnet. Das Objekt musste zu-
letzt 1972 und davor 1958 in Erdnähe gewesen sein – beide Jahre nach Beginn unseres Raumfahrtzeitalters.

Dennoch gab es weder in den USA noch bei den Russen eine Weltraummission, die zu den Daten passte. Da man
sich nicht auf ein künstliches Objekt festlegen mochte, das nicht von Menschenhand stammt, einigte man sich
schließlich doch darauf, dass es ein Felsbrocken sein müsse, den ein Meteorit aus dem Mond herausgeschlagen
hatte. Lassen wir uns also überraschen: 2016 wird 1991 VG der Erde erneut nahe kommen.  

Dan Davis: Du schreibst von einem Zeitkollaps und einem Riss in unserer Dimension. Wie soll sich das ein
Leser vorstellen, der Dein Buch noch nicht kennt? 

Rechts: Die Autoren Roland Roth (links) und Frank Grondkowski
von " Phantastische Orte – Exkursionen in die Vergangenheit".



Roland Roth: Rätselhafte Begebenheiten gibt es zuhauf in unserer
Welt. Auch seltsame Erlebnisse mit Zeitverschiebungen, Zeitdilata-
tionen und auch mit dem Kontakt zu anderen Dimensionen werden
nicht selten geschildert. Vielen von uns sind schon so kleine „All-
täglichkeiten“ geschehen, denen man weiter keine große Beachtung
schenkt. Das sind kurze Momente, in denen man Ereignisse bereits
kennt, bevor sie passiert sind, Träume von der Zukunft oder seltsamen
Begegnungen mit fremden Dimensionen, Menschen, die auf mysteri-
öse Weise verschwanden etc. Da ich mich in Die Existenz des
Unglaublichen aus Platzgründen nur kurz mit dieser hochbrisanten Thematik beschäftigen konnte, folgen hierzu noch ausführlichere
Arbeiten. Dazu sind die Recherchen aber noch nicht ganz
abgeschlossen.  

Dan Davis: Erzähle uns mehr von Deinem Buch Technogötter.

Es ist ja immer noch sehr gefragt, wenn man sich das aktuelle Interesse daran anschaut.

Roland Roth: In der Tat ist Technogötter zu einem Longseller
avanciert. Seit seinem Erscheinen in 2011 ist das Buch über Jahre
hinweg erfolgreich verkauft worden und hat viele interessierte Leser
gefunden. Dafür möchte ich auf diesem Weg auch mal ein herzliches
Dankeschön aussprechen und freue mich darüber hinaus, dass nun Anfang 2015 auch eine weitere Auflage erschienen ist. Das Interesse scheint also auch weiterhin ungebrochen
zu sein. Mein Buch Technogötter handelt von Hochtechnologien in ferner Vergangenheit und von den möglichen Urzivilisationen, die vor sehr langer Zeit auf der Erde gewirkt haben müssen und sogar ihre Spuren, ihre Markenzeichen hinterlassen haben. Ich sage, dass diese „Mutterkulturen“ unsere Lehrmeister waren und dem
Menschen die Zivilisation gebracht haben. Ich spanne da einen sehr weiten Bogen über Kontinente hinweg, aber
gehe auch auf faszinierende Spuren in unserer unmittelbaren Nachbarschaft und sogar auf Hinweise von uralten
Kulturen in Deutschland ein. Stonehenge z.B. ist ein megalithisches Rätsel. Nicht von Steinzeitmenschen errichtet,
wie es die klassische Archäologie einordnet und datiert, gehört Stonehenge zu einem wahren Netzwerk der rätsel-
haften Megalithkultur, die weltumspannend aktiv war. Wir finden Spuren ihres Wirkens aber auch in Deutschland.
Man schaue sich nur Anlagen wie das Sonnenobservatorium von Goseck an oder die vielen megalithischen Spuren. Meiner Auffassung nach gibt es hier einen globalen Zusammenhang. Bauwerke wie Stonehenge oder auch Goseck erforderten eine mannigfaltige Infrastruktur und ein enormes Basiswissen, dass niemals von steinzeitlichen Jägern, Sammlern oder bäuerlichen Gemeinschaften allein errichtet werden konnte, die praktisch täglich damit beschäftigt waren, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Jemand muss hier eine Initialzündung gegeben haben, die auf umfas-
sende Kenntnisse in Astronomie, Geologie, Geodäsie, Geographie und weiterem Wissen basieren. Die klassische
Archäologie kann hier auch lediglich ihre Thesen vorbringen, die sie aufgrund von ausgegrabenen Scherben und
Tonkrügen aufstellen.  

Dan Davis: Ist der Samen der Menschheit Deiner Meinung nach an vielen Orten im Universum „herniedergegangen“? 

Links: Matthias Donner (links) und
Roland Roth im Technik-Museum in
Speyer.

Roland Roth: Kurz und knapp würde
ich sagen: Ja! Ich bin davon überzeugt,
dass wir ähnliche Lebensformen auf
vielen Planeten im Kosmos vorfinden
werden und das nicht ohne Grund, denn
an vielen Ecken des Universums sind
die Bedingungen für Leben ähnlich wie
auf der Erde. Nicht zuletzt die Erkennt-
nisse, dass Kometen Träger von Le-
bensbausteinen sein können, die die
Grundvoraussetzungen für Leben in
sich tragen, haben diese Behauptungen
untermauert. Auch die Entdeckung
extrasolarer Planetensysteme verstär-
ken die Gewissheit, dass der Mensch
nicht allein ist. Es ist heute einfach
nicht mehr schlüssig anzunehmen,
dass das Leben auf der Erde ein Pro-
dukt von einmaligen und nicht wieder-
holbaren Zufällen ist. Auch gibt es eine Variante, nach der alle Formen der Natur durch formbildende Felder bestim-
mt werden. Diese morphogenetischen Felder, wie sie der englische Biologe Prof. Rupert Sheldrake von der Univer-
sität Cambridge postuliert, bilden eine Art Gedächtnis der Natur, das alle Erfahrungen eines Individuums speichert.
So kann man auf die gesamte Evolution des Universums diese morphogenetischen Felder implizieren, und in die-
sem Moment müssten Bewusstsein und Leben im Universum weit verbreitet sein, da diese „Organisation“ des
Lebens bereits existierende Lebensinformationen im All erhalten. Demnach wäre die humanoide Lebensform auch
in anderen Teilen des Kosmos präsent.  

Schließlich zeigt uns diese Fülle neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, dass es im Kosmos von Leben nur so
wimmeln kann. Planetensysteme in nie geahnter Häufigkeit, Sternennebel mit lebenswichtigen Elementen und die
mittlerweile gesicherte Annahme der Existenz von Lebenskeimen aus dem Kosmos (Panspermie) lassen unsere
Monopolstellung im All dahinschwinden.  

Wir alle müssen uns also darum bemühen, neuen Zielen auch mit dem nötigen Ehrgeiz zu begegnen. Dazu gehört
nun mal auch die Fürsprache der Raumfahrt, um der Menschheit neue Perspektiven, neue Ziele und neue Errungen-
schaften zu bieten. Die menschliche Zivilisation war schon seit jeher eine expansive Gesellschaft und wird in bislang
noch ungeahnte Bereiche der menschlichen Evolution vordringen, wenn sie zu den Sternen aufbricht und sogar unser
Sonnensystem verlässt, um zu den Sternen aufzubrechen. Mit dem Lebensraum Erde darf hier kein Schlussstrich
gezogen werden. Stagnation in der geistigen und evolutionären Entwicklung wären die Folgen. Um es mit einem
Zitat aus dem herausragenden, aktuellen Film Interstellar zu sagen: „Die Menschheit wurde auf der Erde geboren –
sie war nie dazu bestimmt, hier zu sterben.“ 

Dan Davis: Ist „Intelligent Design“ Deiner Meinung nach Blödsinn oder eine Wahrheit mit ernstzuneh-
mendem Hintergrund? 

Roland Roth: Die National Academy of Sciences sehen Kreationismus, Intelligent Design sowie ähnliche Ansichten,
die einen übernatürlichen Eingriff bei der Entstehung des Lebens oder der Arten behaupten, nicht als Wissenschaft
an, weil sie mit deren Methoden nicht überprüft werden können.[1] Die empirische Wissenschaft bezeichnet Intelli-
gent Design zumeist sogar als Pseudowissenschaft. Die Welt hat offensichtlich Anzeichen von zweckgerichteter
Ordnung. Nicht erklärbare Phänomene jedoch auf eine übernatürliche Intelligenz zurückzuführen, mag für mich eine
zu bequeme Scheinlösung zu sein. Letztendlich widerlegen oder beweisen lässt sich das wohl kaum, denn dazu
müssten wir hinter dem Geheimnis des Ursprungs von Allem kommen. Und davon ist sogar die empirische Wissen-
schaft Lichtjahre entfernt. Steckt vielleicht doch ein „großer Geist“ hinter der Existenz des Universums? Bereits in
den Götterlehren des Altertums finden wir die Fragestellungen nach einem Urheber für das alles hier. Vielleicht
müssen wir da viel mehr in die Überlieferungen der alten Völker eintauchen, um hier Antworten auf unsere Fragen zu
bekommen. Was wäre, wenn wir alle doch nur einem Traum entsprungen sind?  

Dan Davis: Du stellst in Terra Enigma die Frage ob Jesus ein Zeitreisender war. Wie kommst Du darauf?  


Roland Roth: Darüber hat mein Kollege Roland M.
Horn berichtet, denn er beschreibt in Jesu Christi -
der Mann, der aus der Zukunft kam seltsame
Begebenheiten um den Mann aus Nazareth, die
durchaus Parallelen zu Zeitreisen haben könnten.
So beschreibt Horn, dass Jesus eine fingierte Hin-
richtung bekam und von Josef von Arimathia und
Nikodemus als Jesus` Helfershelfer seine Wunden
versorgt bekam, so dass Jesus, als er sich weit-
gehend erholt hatte, noch einige Male erschien und
dann in einem Wurmloch in der Zukunft verschwand... Eine auf den ersten Blick vielleicht  haarsträubende
Story, die man im Ganzen in Terra Enigma lesen
sollte. Die Bibeltexte sind voll von seltsamen Er-
eignissen, die man gut und gerne als Zeitreisephä-
nomen bezeichnen könnte. Der Autor Gerhard
Steinhäuser schreibt in Heimkehr zu den Göttern:
„… was die UFOs betrifft, deutet alles darauf hin,
dass es sich dabei um Zeit-Schiffe handelt“(…) „Es
kamen damals Menschen aus der Zukunft, die
genau wussten, was sie wollten, keine notgelande-
ten Götter von den Sternen.“ Könnten Zeitreisende
vor Jahrtausenden an verschiedenen Orten der Erde
aufgetaucht sein und in die Entwicklung der Men-
schheit eingegriffen haben? Nicht selten haben diese
ominösen Besucher damals lebende Menschen mit-
genommen. Nehmen wir die Geschichte von den
Propheten Mose und Elia, die Jesus und drei seiner
Jünger auf dem Berg Tabor trafen. Mose lebte ca.
1450 vor Chr., Elia in der zweiten Hälfte des 9. Jahr-
hundert vor Chr. Viele Jahrhunderte später steigt
Jesus auf den Berg Tabor, um zu beten, wie die Bibel berichtet. Seine Begleiter sind Petrus, Johannes und Jakobus.
Auf dem Berg erscheinen plötzlich zwei weitere Männer. Es sind Mose und Elia. Die beiden Besucher aus der Ver-
gangenheit Israels sprechen mit Jesus. Auch über die Ereignisse, die bald in Jerusalem stattfinden werden, Jesu
Verhaftung und Hinrichtung. Mose und Elia kannten also die Zukunft. Verschmolzen hier also für einen Moment
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einer Gegenwart? Über seinen nahen Tod sprach Jesus auch mehrfach
mit seinen Jüngern. Sogar von seiner Auferstehung redete er mit ihnen. Die Frage ist nur: Woher wusste er davon? 
Einmal sagte er zu seinen Jüngern: „Wahrlich, ICH sage euch: Es stehen einige hier, die den Tod nicht schmecken
werden, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in Seinem Reich!“ (Matthäus Kapitel 16, Vers 28)  
Stephen Hawking, einer der großen Denker unserer Zeit, glaubt nicht, dass Außerirdische oder Zeitreisende in der
Vergangenheit hier gewesen sind, denn dafür kann er keine Hinweise erkennen. Ob Zeitreisen in der Realität
allerdings möglich sind, ist zunächst einmal eine Grundsatzfrage, die man hier so schnell nicht beantworten kann.
Wohl aber sollte einem unvoreingenommenen Forscher klar sein, dass Zeitreisen nicht gänzlich ausgeschlossen
werden können. Oder einfach mal in den heiligen Texte schmökern…  

Dan Davis: Du stellst darin auch die Frage, ob der Geist einst die materielle Basis für all das hier erschuf.
Wie kommst Du darauf? 

Roland Roth: Die wahre Esoterik als eine philosophische Lehre basiert auf ein „höheres“,
„absolutes“ und althergebrachtes Wissen. Hier
kommen wir also wieder auf meine Ausführungen
auf die Frage zum Thema "Intelligent Design" zu-
rück, denn was wäre, wenn wir wirklich alle nur
einem Traum entsprungen sind oder ein „großer
Geist“ das Universum erschaffen hat? Das hat
m. E. viel weniger mit Kreationimus zu tun als
mit der Frage, wer oder was der Grund für
das Alles hier ist, welche Initialzündung zum
Urknall geführt hat oder zur Entstehung eines Multiversums. Sind wir am Ende vielleicht sogar selbst die Erschaffer unserer Realität? Lässt
unser Geist überhaupt erst eine materielle Basis
generieren, in der wir existieren? Metaphysische
Spinnereien oder ist am Ende vielleicht doch mehr
dran, als wir ahnen?  

Dan Davis: Dein Ärgernis der Woche? 

Roland Roth: Ärgernis kann man nicht sagen, eher
„Kopfschütteln“: Die seltsam skurrilen, manchmal
erschreckend traurigen Selbstdarsteller in sozialen
Netzwerken, die ihr Unvermögen mit kopiertem
Besserwissen erschreckend offensichtlich zur
Schau stellen, als ob sie im wahren Leben keine
Freunde oder ein unbändiges Geltungsbedürfnis
haben. Man sagt aber nicht umsonst: „Unterstelle
nie die Bösartigkeit, wo Dummheit als Erklärung
reicht.“ Na ja, früher hieß das soziale Netzwerk:
„draußen“! Das wäre doch mal wieder ein heißer
Tipp für all jene, die das offensichtlich vergessen
haben. ;)  

Dan Davis: deine Freude der Woche? 

Roland Roth: Wie jede Woche, wie jeden Tag: Mein Hund „Otto“ erfreut mich ständig auf´s Neue, der zeigt im
Gegensatz zu vielen Menschen wahre Treue und Freundschaft. Wer ihm mies daherkommt, hat sein Leben verwirkt.  

Dan Davis: Deine Pläne für die nächsten Monate? 

Roland Roth: In der nächsten Zeit stehen einige Projekte auf dem Plan, so arbeite ich derzeit an einigen
Manuskripten gleichzeitig. Eines davon wird genau wie Phantastische Orte ein weiterer, von vielen Lesern
gewünschter Band zum Thema mysteriöse Orte und Plätze werden. Da hat unsere Welt nämlich mehr zu bieten,
als es auf den ersten Blick den Anschein hat, man muss nur genau hinschauen… Darüber hinaus stecke ich mitten
in der Schreibklausur zu einem Buch über allerlei fremdartige und seltsame Dinge, die rund um uns geschehen. Das
wird sehr spannend werden, so viel kann ich schon sagen.  

Auch das Magazin Q´PHAZE, das nunmehr seit 10 Jahren in regelmäßiger Folge den Rätseln dieser Welt auf der
Spur ist, erfordert viel Aufmerksamkeit, und ich kann jedem nur empfehlen, mal einen Blick zu riskieren, denn hier
findet man keine billigen Sensationen oder Boulevard-Journalismus, sondern echte Rätsel und dokumentierte Fakten
jenseits des Mainstreams über die Wunder und Mysterien unseres Planeten und darüber hinaus. Wer da Interesse
hat, kann mich gern direkt anschreiben: roth-verlag@web.de   

Dan Davis: Dann wünsche ich Dir bei Deinen Projekten viel Spaß.  



Hinweis: [1] Science and Creationism: A View from the National Academy of Sciences. National Academy of Sciences. 1999.  

(Copyright: COVER UP! Newsmagazine, 20.12.2014)
(Copyright Bilder: by Roland Roth)


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