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Dan Davis im Interview mit ROLAND ROTH
Der Herausgeber und Autor über sein neues Buch "Technogötter", die Externsteine & Atlantis
 
Vor wenigen Wochen ist das neue Buch " Techno-
götter - Vorzeitliche Hochtechnologie und verschol-
lene Zivilisationen" von dem Buchautor und Jour-
nalisten Roland Roth erschienen. Zudem veröf-
fentlichte er, neben seiner Arbeit als Herausgeber
des Printmagazins "Q`-PHAZE", vor kurzer Zeit
das nicht allzu ernst gemeinte Büchlein "Von
Space-Schnaps und Wurmlöchern". Dan Davis befragte ihn zu seinen neuen Publikationen, At-
lantis & anderen Themen.
 
Der Journalist und Buchautor Roland Roth veröffentlicht seit Jahren interessante Publikationen, die überwiegend die Themen Prä-Astronautik, alte Kulturen und Außer-
irdische behandeln. Wurde die Erde vor langer Zeit bereits von Wesen einer anderen Welt besucht, die fälschlicherweise als Götter fehlinterpretiert wurden?
Gab es alte Hochzivilisationen wie Atlantis? Im Interview mit Dan Davis geht er unter anderem auf diese Themen, die Externsteine, Stonehenge und das Ende des Maya-
kalenders im Dezember 2012 und die damit größtenteils verworrenen und falschen Weltuntergangs-Auslegungen ein. Jetzt hier im COVER UP!-Newsmagazine.
 
Rechts: Mysteriöser Astronautengott von Zimbabwe, der eine Art Anzug trägt, mit Helm und Rückentornister.

Dan Davis: Hallo Roland. Dein neues Buch trägt den Titel Technogötter, welches 2011 erschienen ist. Um was geht es in dem Buchund kannst Du ein paar Sätze dazu sagen?
 
Roland Roth: Das Buch handelt von Hochtechnologien in ferner Vergangenheit und von den möglichen Urzivilisationen, die vor
sehr langer Zeit auf der Erde gewirkt haben müssen und sogar
ihre Spuren, ihre Markenzeichen hinterlassen haben. Ich sage, dass diese „Mutterkulturen“ unsere Lehrmeister waren und dem Menschen die eigentliche Zivilisation gebracht haben. Dabei
gab es sicherlich auch nicht nur eine hochentwickelte Kultur in grauer Vorzeit, sondern verschiedene. So mache ich in dem
Buch eine Art „Rundumblick“ über die ganze Welt, denn auch
die Spuren von längst vergangenen Zivilisationen sind ebenfalls weltumspannend.
 
Dan Davis: Warum hast Du das Buch Technogötter
genannt?
 
Roland Roth: Die erwähnten Urkulturen waren quasi eine Menschheit vor der Menschheit, sie waren bereits vor der Sint-
flut mindestens so hochentwickelt wie die Industrienationen von heute. Daneben gab es aber auch noch nicht so weit entwickel-
te Völker auf der Erde, für die die Technologie und das Wirken
dieser Fremden wie Magie vorgekommen sein muss,  sie also
als Götter in die Überlieferungen der Menschheit eingingen.
Das ist prinzipiell vergleichbar mit der Situation heute: Neben
den industriell hochentwickelten Zivilisationen auf der Erde existieren parallel dazu primitive Naturvölker, wie im tiefen Amazonas oder auf Papua-Neuguinea, die von unserer modernen Technologie keine Ahnung haben oder nur vom
Erzählen her kennen. Eine technologisch unterentwickelte Kultur reagiert dabei immer ähnlich auf eine technologisch weiterentwickelte Kultur: Sie imitiert Verhalten und Technologie, ohne den Sinn und Zweck zu kennen (der berühmte Cargo-Kult). Dabei erscheinen ihnen diese Fremden wie Götter, ihre Technologie erscheint ebenso göttlichen Ursprungs, die „Götter, die fremde Hochtechnologie nutzen“. Daher der Titel Technogötter.
 
Dan Davis: Was steckt Deiner Meinung nach hinter Stonehenge in England? Gibt es eventuell einen Zusammenhang zu den überall in England ebenfalls auftauchenden Kornkreisen oder sind diese Dinge
für Dich getrennt zu betrachten? Sind alle Kornkreise mehr oder weniger gute „Fälschungen“
beziehungsweise von Menschen gemacht?
 
Links: Der "Technogott" von ElBaul / Guatemala.
Das menschliche Antlitz hinter dem "Helm" ist
deutlich zu erkennen.
 
Roland Roth: Stonehenge ist ein megalithisches Rätsel. Nicht von Steinzeitmenschen errichtet, wie es die klassische Archäologie einordnet und datiert, gehört Stonehenge zu einem wahren Netzwerk der rätselhaften Megalithkultur, die weltumspannend ak-
tiv war. Wir finden Spuren ihres Wirkens in Deutsch-
land, in Europa und überall auf der Welt. Meiner
Auffassung nach gibt es hier einen globalen Zu-
sammenhang. Bauwerke wie Stonehenge erfor-
derten eine mannigfaltige Infrastruktur und ein enormes Basiswissen, dass niemals von stein-
zeitlichen Jägern, Sammlern oder bäuerlichen Gemeinschaften errichtet werden konnte, die praktisch täglich damit beschäftigt waren, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Die klassische Archäologie kann hier auch lediglich ihre Thesen vorbringen, die sie aufgrund von ausgegra-
benen Scherben und Tonkrügen aufstellen.
 
Da Kornkreise nicht nur in England auftauchen, ist es ja kein „britisches“ Problem. Ich sehe aber keinen Bezug zu den Steinkreisen und den megaltihischen Anlagen überall auf der Welt. Das Phänomen an sich ist (noch) nicht erklärbar. Heutzutage ist die Großzahl der Kornkreispiktogramme sicherlich menschengemacht. Wenn Kritiker von „Fälschungen“ sprechen, was m. E. in Sachen Kornkreise nicht passend ist, dann muss es ja auch mal „Echte“ gegeben haben und somit wäre das Phänomen existent. 
 
Was ich mich immer frage ist, dass es dereinst eine Initialzündung gegeben haben muss, die das Phänomen auftauchen ließ. Da das Auftauchen der Kornkreise bis in ferne Vergangenheit zurückverfolgt werden kann, hat es sicherlich mal ein „echtes“ Phänomen gegeben. Leider hat das Thema aufgrund selbsternannter Kornkreisforscher und Fälscher – pardon:
“Künstler“–  enorm gelitten und an Glaubwürdigkeit verloren. Kaum verwunderlich, dass bei solchen und ähnlich gelagerten Phänomenen stets die schillernsten Leute ankommen und ihre persönlichen Interpretationen oder Wunschträume in so eine Sache hineinprojizieren, seien sie noch so haarsträubend. Ist es dann ein Wunder, dass solche Themen in der breiten Öffentlichkeit als lächerlich hingestellt werden?
 
Dan Davis: Über die Pyramiden in Ägypten gibt es ja unzählige Theorien genau wie über Atlantis. Erst neulich habe ich eine Dokumentation gesehen, in der man der Meinung war, es solle eine „innere Rampe“ geben, über die man die Pyramide nach oben gezogen hat. Mich überzeugt speziell diese Vermutung nicht wirklich. Was ist Deine derzeitig favorisierte Vermutung über den Bau dieser gigantischen Monumente?
 
Rechts: Autor und Journalist Roland Roth.
 
 
 
Roland Roth: Nun ja, ich bin eigentlich Vertreterder „Uralt-Theorie“. Durch die Interpretation der klassischen Archä-
ologie werden immer wieder Thesen und Vermutungen zu etablierten Lehrmeinungen hochstilisiert, die sich auf an-
geblich gesicherte und „gut dokumentierte“ Funde stützen. Dabei ist auch heute mehr denn je das Alter der Pyrami-
den oder auch der Sphinx nicht eindeutig geklärt, da
helfen auch die jahrelangen Desinformationen eines Zahi Hawass nicht, der stur und pharaonengleich viel dazu
beitrug, dass ein ganz spezielles Bild vom Alten Ägypten gezeichnet wurde. Die vielen Thesen und fehlgeschlage-
nen Rekonstruktionsversuche zeigen mehr als deutlich,
dass die moderne Archäologie dahingehend noch immer
im Dunkeln tappt. Mit der „inneren Rampen-Theorie“ meinst
Du wohl die aktuelle Bautheorie von Frank Müller-Römer,
der von einer zunächst stufenförmigen Bauweise ausgeht,
mit der Kernmauerwerk und Räumlichkeiten errichtet wurden und später von kleinen stufenförmigen Rampen aus Ziegeln umrahmt wurde, die das Außenmauerwerk anbrachten. Ich will hier nicht genauer darauf eingehen, denn eigentlich gibt es keine Theorie, die den Pyramidenbau zufriedenstellend erklären kann.
 
Dan Davis: Generell frage ich mich bei der Rampen-Theorie um die Pyramide herum ohnehin, wie diese die Steinblöcke um die Ecken gezogen haben sollen. Was sind für dich derzeit die größten Mysterien um die Pyramiden und deren Sinn & Zweck?
 
Roland Roth: Ich hoffe, es entsteht nicht der falsche Eindruck, ich hätte ein Buch über Pyramiden geschrieben. Dieses Thema wurde von mir im Buch aus Platzgründen lediglich angeschnitten, denn Technogötter behandelt eine Vielzahl von Spuren und Rätseln rund um die Welt.
 
In Sachen Pyramiden steht meiner Meinung nach immer noch im Raum, wer diese nun letztendlich gebaut hat und wie alt diese Monumente wirklich sind. Da beispielsweise die Glyphen in den sogenannten Entlastungskammern der Großen Pyramide immer noch nicht zweifelsfrei belegen, wer der Erbauer war, es noch zahlreiche Anomalien und unbekannte Räume in diesen Bauwerken geben kann, dass noch immer keine vollständige Theorie zum Pyramiden-
bau existiert und die Steinbearbeitung sowie der Transport des Baumaterials keineswegs geklärt ist und offensicht-
lich noch zahlreiche unerforschte Schächte, Tunnel und Kammern auf den Pyramiden-Plateaus auf ihre Entdeckung warten, lässt sich viel spekulieren, aber nichts Konkretes aussagen. Die alten Überlieferungen sprechen von Wissensspeichern, vielleicht sollte man auf das, was unsere Vorfahren niederschrieben, ein wenig mehr hören.
 
Dan Davis: In Deinem neuen Buch schreibst Du auch über die mysteriöse Piri Reis- Karte, welche annä-
hernd die Landzonen unter dem Eis in der Antarktis wiedergeben, jedoch aus einer Zeit stammen sollen, als diese sicherlich noch niemand kennen konnte, schließt man eine alte Hochzivilisation, Außerirdische oder Zeitreisende aus. Und es ist ja nicht die einzige Karte die, sollte sie echt sein, Fragen über die Antarktis aufwirft. Wie denkst Du darüber?
 
Links: Die Piri-Reis-Karte aus dem Jahr 1513, die die
Landzonen unter dem "Ewigen Eis" der Antarktis zu
einer Zeit wiedergab, als es keine Möglichkeiten gab, diese zu vermessen.
 
Roland Roth: Die vielen bekannte Piri Reis-Karte ist sicher eines der vielen Spuren, die uns uraltes Wissen
in grauer Vorzeit offenbaren. Die einzige Karte ist es wahrlich nicht, da kann man allein in Charles Hapgoods „Weltkarten der alten Seefahrer“ so einige spannende Karten finden. Interessant ist aber die Frage, seit wann die Antarktis unter dem Eis begraben liegt, oder ob und wie sie zwischenzeitlich sogar einmal, wenn auch nur teilweise, eisfrei war. Aus diesem Grund kann man die von Dir genannten „Urheber“ gar nicht mal so einfach ausschließen.
 
Dan Davis: Könnte unter dem „Ewigen Eis“, wo-
möglich verursacht durch eine Verschiebung der Erdachse vor langer Zeit durch eine Naturkata-
strophe oder ein anderes Ereignis, eventuell hier unter der Antarktis sogar das mythische Atlantis verborgen liegen? Hitler hat ja ein starkes Interesse an dieser Region an den Tag gelegt, siehe auch Expeditionen wie „Neuschwabenland“, und seine rassischen arischen Wahnvisionen machen ja deutlich, dass er einen atlantischen Urtyp wieder aus der Gesellschaft herauszüchten wollte. Und alte Bücher machen deutlich, dass man annahm, hier sei der einst mythische Ort verborgen. Oder siehst Du es eher im Atlantik oder woanders?
 
Roland Roth: Die These von Atlantis in der Antarktis ist ja bereits seit geraumer Zeit Anlass heftiger Diskussionen.
Sie wird ja auch beispielsweise durch den bekannten Forscher Graham Hancock vertreten. In der Tat wissen wir
heutzutage noch viel zu wenig über frühe Naturkatastrophen und Pol- oder Erdachsenverlagerungen, so dass man
diese These von Atlantis in der Antarktis nicht gänzlich ausschließen sollte. Man kann sich beispielsweise zuhause
einmal einen handelsüblichen Globus schnappen, „verschiebt“ man nun die Erdachse, so dass die Antarktis eben-
falls verschoben wird und aus Vereisungszonen ragt, sieht „die Welt schon ganz anders aus“. Wenn man sich die
Überlegungen zu – oftmals sogar ziemlich plötzlich auftretenden – Verlagerungen der Erdachse und Polsprüngen in
der Vergangenheit näher betrachtet, erscheint es ebenso logisch, dass arktische und antarktische Gebiete früher
eisfrei waren. Ich erinnere hier nur mal an das „Problem“ mit den schockgefrorenen Mammuts. Ich bin in Sachen
Atlantis eigentlich „für den Atlantik“, da es durch die alten Quellen ziemlich logisch und nachvollziehbar ist. Mein
Kollege Roland Horn hat dazu ein spannendes Buch verfasst, das den Titel „Atlantis: Alter Mythos – Neue Beweise“
trägt. Aber noch ist und bleibt Atlantis ein Rätsel.   
 
Dan Davis: Du behandelst in Deinem Buch ebenfalls die Externsteine im Teutoburger Wald ganz in der Nähe der Wewelsburg bei Paderborn. Kannst Du etwas mehr darüber berichten?
 
Rechts: Die Externsteine im Teutoburger Wald in der Nähe
von Paderborn.
 
 
Roland Roth: Die Wewelsburg gehört ja weniger zu meinen Themen, da mich insbesondere die uralten Spuren unserer Altvorderen interessieren. Dazu gehören eben auch so
Plätze wie die Externsteine, die seit Menschengedenken Schauplatz für eine Zahl von religiösen Riten und Kulte waren. Die eigentlich natürliche Felsformation wurde bereits in Urzeiten verehrt und dafür ihre Felsen bearbeitet. Die Wichtigkeit dieser Kultstätte war nach meiner Auffassung
vor vielen, vielen Epochen weitaus größer, als sie es heute ist. Die Spurenführen da bis in die rätselhafte Megalithzeit zurück, die ich in Technogötter ausführlich behandele. Wie viele andere Kultstätten aus der angeblichen „Steinzeit“
sind auch hier in unseren heimischen Gefilden rätselhafte Plätze,deren ursprünglicher Zweck vielfach längst ver-
gessen wurde. Ich bin der Meinung, dass diese Stätten
auch nicht von „Steinzeitmenschen“ geschaffen oder bearbeitet wurden, wie ich weiter oben ausgeführt habe.
Ich werde daher solchen Stätten sicher noch öfter einen Besuch abstatten.
 
Dan Davis: Du hast ja im Jahr 2011 auch das Büchlein „Von Space Schnaps und Wurmlöchern“ herausge-
bracht, in dem einige Deiner Forschungsthemen durch den Kakao gezogen werden. Sind Dir Deine Kritiker nicht witzig genug?
 
Roland Roth: Der große Humorist und Autor Reinhard Habeck hat es von Anfang an getan: Mit seinen Cartoons
dem Thema eine humorvolle Seele gegeben. Das Buch „Von Space Schnaps und Wurmlöchern“ erfüllt einen ähn-
lichen Zweck, dabei war es ein lang gehegter Wunsch, dieses „etwas andere“ Werk einmal richtig unter Dach und Fach zubringen. Vor etlichen Jahren hatte ich einiges Material davon im Selbstverlag herausgebracht, damals noch mit bescheidenen Mitteln. Als dann aber die Möglichkeit bestand, das Buch völlig neu und wesentlich erweitert in einem anerkannten Verlag herauszubringen, war es mir wichtig, das zunächst dieses Projekt fertiggestellt wird. Und siehe da: Die Kritiken in Fachzeitschriften waren durchweg positiv,wenn nicht gar angenehm amüsiert. Es ist eine
Art Kampfansage an alle Forscher, die ihre Arbeit zu verbissen sehen oder generell keinen Spaß verstehen. Gerade Forschungsthemen wie Ufologie, Prä-Astronautik oder auch andere Grenzwissenschaften haben manches Mal bissigen Humor bitter nötig. Daher soll das Buch eine heitere Abwechslung sein, das man insbesondere auch Kritikern ans Herz legen kann, denn oft scheinen da persönliche Negativerfahrungen oder banalere Absichten dahinterstecken. Daher kommt das Buch mit der Botschaft:

Ruhig Blut, lies erst mal das „Wörterbuch für Hobbyraumfahrer“. Menschen mit tiefsinnigem Humor verstehen auch eines meiner Mottos zu diesem Buch sehr gut: Im Weltall hört dich niemand schreien..., aber lachen geht! (meint Roland Roth augenzwinkernd).
 
Dan Davis: Deine Pläne für 2012 und bis zum nicht stattfindenden Weltuntergang im Dezember?
 
Roland Roth: Ich habe noch viele Pläne und Projekte, da habe ich keine Zeit für „Weltuntergänge" (Roland Roth mit einem weiteren Augenzwinkern). Doch Spaß beiseite: Ich arbeite derzeit an einem neuen Buchprojekt, das aber
noch in den Startlöchern steht und sich somit thematisch durchaus noch wandeln kann, daher kann ich dazu noch keine konkreten Aussagen machen, zumal es immer mal vorkommt, dass eine andere Arbeit sich „dazwischen-
schiebt“. Ganz exakt kann ich sagen, dass ich sehr viel Arbeit am Magazin Q´PHAZE habe, die durch den un-
glaublich starken Zuspruch in der letzten Zeit belohnt wird. Die Leser mögen den grenzwissenschaftlichen Themen-
mix, die aktuellen Beiträge zu bekannten und unbekannten Rätseln und die umfangreichen Artikel, die seriös und weit abseits von jeglichem Sensationsjournalismus – wie ihn leider auch hier und da grenzwissenschaftliche Magazine betreiben – angesiedelt sind. Daher bleiben wir damit dem Magazin und den Lesern treu.
 
Zum Thema „Weltuntergang“ bin ich im Zwiespalt: Während mir Panikmacher auf die Nerven gehen, die
zu jedem irgendwie passenden Datum (wie jetzt in
2012, der nächste kommt dann schon 2013, ein
weiterer 2017, 2033, 2089, 2199 usw.) einen alles
vernichtenden Weltuntergang prophezeien, in dem die selbsternannten „Aufsteiger“ selbstverständlich davon
kommen, beunruhigt mich jedoch andererseits, dass
die Menschheit gegen „echte“ Bedrohungen kaum Abwehrmöglichkeiten bzw. Chancen besitzt, beispielsweise verheerende Kometen- oder
Meteoriteneinschläge, biologische Gefahren durch
bislang unbekannte oder selbst gezüchtete Krank-
heitserreger oder durch den Menschen selbst, der
aufgrund von Fanatismus, Brutalität oder Machtgier
seine eigentliche Primitivität unter Beweis stellt. Und solche Gefahren scheren sich keinen Deut um ein bestimmtes Datum. Ein Kollaps der menschlichen Zivilisation und der Zerfall von hochwohllöblichen
Werten ist heutzutage eine viel größere Gefahr, als
es viele „Gutmenschen“ wahrhaben wollen. Würden
wir als menschliche Spezies endlich aufhören, die kleinen, aber zerstörerischen Machtspielchen auf
der Erde zu beenden, die Ausbeutung und Unter-
drückung von Mensch und Umwelt stoppen oder
endlich damit anfangen, falsch verstandene Globali-
sierungspolitik in den Müll zu werfen, würden uns als Zivilisation große Chancen beschienen sein. Wann fangen wir also zum Beispiel endlich damit an,
effektive Asteroidenabwehr-Mechanismen zu reali-
sieren? Aber halt: Dazu müsste man ja wieder die Raumfahrt forcieren, die derzeit lediglich aus Budgetkürzungen und einigen automatischen Sonden besteht. Dabei würde ein einziger gewaltiger Mega-Impakt auf der Erde das ganze Geplänkel und Gerangel der Menschheit in einem Augenblick völlig nutzlos machen...
 
Dan Davis: Bei Deiner Anmerkung zur derzeit eingeschränkten Raumfahrt sollte man erwähnen, dass es sich hierbei um das offizielle NASA-Raumfahrtprogramm und nicht um das militärische Raumfahrtpro-
gramm oder geheime Programme handelt. Was 2012 angeht, wird inzwischen sogar zunehmend auch in den ach so seriösen Massenmedien behauptet, die Mayas hätten wiederum behauptet, dass im Dezember 2012 die Welt untergeht. Dabei geht es laut dem Maya-Kalender gar nicht um einen Weltuntergang, wie
es Hollywood so gerne thematisiert. Ebenso wird gerade derzeit auch immer wieder erzählt, Nostradamus habe damals für das Jahr 1999 den Weltuntergang angekündigt. Auch komplett falsch. Denn dieser fin-
det laut dem Seher „erst“ im Jahr 3797 statt, wenn man überhaupt eine Deutung bei ihm als „Weltunter-
gang“  interpretieren möchte. Ob tatsächlich im Jahr 1999 ein großer Schreckenskönig für den genannten Zeitpunkt vom Himmel gekommen ist, ist bei einer groß angelegten Vertuschung des Themas UFO oder geheime Waffentechnologien vielleicht noch gar nicht für den Normalbürger zu beantworten, wären doch dann viele Vorgehen und "Naturkatastrophen", wie das schreckliche Erdebeben in Izmit in der Türkei im August 1999, bei dem fast 18000 Menschen ums Leben kamen, im Nachhinein eventuell neu zu bewerten. Oder was auch immer ihn zu dieser Spekulation veranlasst hat. Vielleicht die bildlichen Eindrücke einer sich verdunkelnden Sonne. Ich jedoch sehe viele Propheten wie Nostradamus eher kritisch, ebenso wie die Auslegung eines Weltuntergangs zum Maya-Kalender im Dezember 2012, da im Nachhinein zu viel in falsche Richtungen spekuliert und diese Spekulationen dann als Tatsachen verkauft werden. Ich denke,
es gibt wichtigere Probleme, wie Du schon sagtest, als solchen falschen Auslegungen auf den Leim zu gehen, solange das derzeit vorherrechende System an der Macht ist. Etwas Abstand von den Massen-
medien und ihren als Fakten verkauften Theorien wäre somit zuweilen ratsam. Roland, danke für das Interview und alles Gute für 2012!
 
(Copyright by COVER UP! Newsmagazine, 04.01.2012)
(Copyright Bilder by Roland Roth)
 
 
Aktuelles Buch:
 
 
 
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