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Zufälle am Stuttgarter Flughafen?
Unglückliche Ereignisse am Stuttgarter Flughafen
mit SPD-Politikern als Leidtragende & das Treffen
von Dan Davis mit Herta Däubler-Gmelin
Ein Unglück kommt selten alleine -
das könnte man bezüglich des Stutt-garter Flughafens und der SPD mei-nen. Im Jahr 2002 durchlebte die ehe-malige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin beim Anflug auf den Stuttgar-ter Flughafen einen Schock, weil das Fahrwerk der Maschine nicht ausfahr-en wollte. Einen Vorfall, den auch zufälligerweise der Autor Dan Davis damals live vor Ort am Flughafen mitverfolgen konnte. Im September 2009 dann das nächste Ereignis am Flughafen mit Franz Müntefering...
Hatte die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin im Jahr 2002 nicht schon genug Ärger durch einen verzerrten Bericht über einen angeblich von ihr gemachten Bush-Hitler-Vergleich am Hals, so musste sie kurz zuvor, am 16. September 2002, gleich noch einen Schock verkraften, als beim Landeanflug auf den Stuttgarter Flughafen das Fahrwerk der Maschine nicht ausfahren wollte und das Flugzeug durchstarten musste.
In der BILD-Zeitung laß man am Tag des Vorfalls die Überschrift "Angst um Frau Däubler-Gmelin". Um 16.25 Uhr am besagten 16. September 2002 war ein Flugzeug mit der Politi-
kerin im Landeanflug auf den Flughafen Stuttgart, als das Fahrwerk nicht ausfuhr und der Pilot durchstarten mußte. Nach 12 bangen Minuten konnte das Fahrwerk schließlich doch ausgefahren werden und das Flugzeug landete sicher, ohne das etwas Schlimmeres passierte. Der Vorfall nahm somit ein glückliches Ende.
Allerdings zeigte die Hetzkampagne gegen Frau Däubler-Gmelin auf politischer Ebene zur damaligen Zeit umso mehr negative Wirkung, obwohl sie dem angeblichen Zitat, welches sie gegenüber dem Journalisten geäußert haben soll, glaubhaft entschieden widersprach.
Sie wurde bei der neuen Regierungsbildung im Jahr 2002 nicht mehr mit berücksichtigt.
Auch der Buchautor und Herausgeber des Magazins COVER UP!, Dan Davis, wurde Augen-zeuge des Vorfalls am Stuttgarter Flughafen. Im Jahr 2005 folgte er einer Einladung von Herta Däubler-Gmelin in die SPD-Zentrale in Tübingen, um dort unter vier Augen mit ihr über das Weltgeschehen und einige andere Dinge zu reden.
Dan Davis kann aus seinem Gespräch mit Frau Herta-Däubler Gmelin bestätigen, dass
die Vorwürfe zum damaligen angeblichen Bush-Hitler-Vergleich von ihr auch vor ihm glaub-
haft ausgeräumt wurden. Es sich hierbei um eine Verdrehung der wahren Aussage handelte, welche ihr in Folge in den Mund gelegt wurde. Andere Themen des Vier-Augen-Gesprächs und der vorangegangenen und nachfolgenden Kontakte mit Dan Davis können hier leider
nicht behandelt werden, was nichts über deren Inhalt aussagen soll. Überschreiben könnte man das Treffen mit einem offenen Meinungsaustausch über das Thema Weltpolitik. Aber
ein Thema am Rande war natürlich auch der Vorfall am Stuttgarter Flughafen, der ein glückliches Ende nahm.
Das die SPD, welche sich vor dem 2. Irakkrieg größtenteils gegen ein militärisches Eingreifen aussprach und eine friedliche Lösung einem Angriff vorzog, nicht gerade der Wunschkandidat der USA bei der Bundestagswahl vom 27. September 2009 war, versteht sich von selbst. War doch die CDU, allen voran die jetzige Kanzlerin Angela Merkel, viel mehr dem Vorgehen der USA im Irak angetan und unterstützte es größtenteils. Wer
erinnert sich nicht an die Aussagen von Donald Rumsfeld bezüglich des "alten" und "neuen Europas", gegen Länder wie Frankreich und Deutschland gemünzt. Nach der desaströsen Niederlage der SPD im Jahr 2009 kündigte Franz Müntefering dann auch in Folge an, auf dem SPD-Parteitag vom 13. bis 15. November 2009 in Dresden nicht mehr als Vorsitzender zu kandidieren.
Franz Müntefering wird unter anderem herausragend erwähnt, da er das Investitionsverhalten von Investmentgesellschaften und Hedge-Fonds kritisierte. Derartige Kritik war bis dahin nur von globalisierungskritischen Organisationen geäußert worden. Er verglich diese mit Heuschrecken und löste damit die "Heuschreckendebatte" in den Medien und der Politik aus.
Nur wenige Tage vor dem Wahldesaster musste er sich wohl unweigerlich an die unheilvol-
len Minuten, welche die SPD-Politikerin Herta Däubler-Gmelin auf dem Stuttgarter Flughafen im Jahr 2002 durchlitten hatte, erinnert fühlen, als er am 14. September 2009 (auch der Vorfall um Frau Däubler-Gmehlin fand zufällig im Monat September statt) beim Anflug auf
den Flughafen Stuttgart in einer Fokker 100 saß, bei der das Fahrwerk ebenfalls nicht richtig ausfuhr.
Diesmal ging der Vorfall nicht ganz so glimpflich ab. Denn die Maschine, in der Franz Müntefering saß, musste eine Notlandung hinlegen und wurde dabei schwer beschädigt.
Doch die Passagiere blieben glücklicherweise unverletzt.
Nicht ausgefahrene Fahrwerke als zufällige Vorboten "politischer Abstürze"?
Wollen wir hoffen, dass die Zufälle um den Stuttgarter Flughafen und den Monat September mit dem Vorfall von Franz Müntefering inbezug auf nicht ausgefahrene Fahrwerke um Politiker der SPD an diesem Tag ein entgültiges Ende gefunden haben.
(COVER UP! Newsmagazine, 27.01.2010)
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