COVER UP! NEWSMAGAZINE von Dan Davis  - Das Magazin gegen Rechts und gegen Geheimgesellschaften
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Dan Davis im Interview mit WALTER-JÖRG LANGBEIN
Der Bestsellerautor über Prä-astronautik, Lilith, UFOs, "Big Brother", Al Quaida, Gedankenkontrolle, Götter & Engel
 
Walter-Jörg Langbein gehört mit zu den
bekanntesten deutschen Sachbuchautoren
über Prä-astronautik und Grenzwissenschaf-
ten. Inzwischen sind über 30 Sachbücher von
ihm erschienen und einige davon wurden in
mehrere Sprachen übersetzt. Der Bestseller-
autor studierte evangelische Theologie und
wurde mit dem Preis für Exopsychologie der
Dr.-Andreas-Hedri-Stiftung an der Universität
Bern ausgezeichnet. Dan Davis befragte ihn
zu Themen, die gerne von den Massenmedi-
en ins Lächerliche gezogen werden - aber
auch zu seiner persönlichen Sicht auf diese
"Mainstream"-Medien. Dabei ging er unter
anderem auf Ungereimtheiten in der Bibel
näher ein, die Göttin Lilith, welche laut Wal-
ter-Jörg Langbein eine positive Gottheit dar-
stellt, zu Unrecht dämonisiert. Weitere The-
men sind UFOs, die Vergangenheit des
Sachbuchautors, Ebooks als Alternative zu
dem gedruckten Wort, Gedankenkontrolle,
Götter & Engel, Al Quaida und den "Großen
Bruder". Langbein ist Bibelübersetzer und hat
hat auf seiner Homepage die Genesis neu
übersetzt. Bücher wie "Lexikon der biblischen
Irrtümer", "Geheime Gesellschaften, Regeln,
Riten und Bräuche", "Das große Buch der Eso-
terik" oder auch "Bevor die Sintflut kam" kön-
nen als Standardwerke der themenbezogenen
Literatur bezeichnet werden.
 
Sein aktuelles Buch in Printform ist das Werk "Das verlorene Symbol und die Heiligen Frauen", gefolgt von
einem Buch, welches derzeit nur als Ebook erhältlich ist und auf den Titel "Das Inferno und die Heiligen Frauen"
hört. Beide Bücher ergeben mit dem Buch "Das Sakrileg und die Heiligen Frauen" eine Trilogie, die sich nicht
ganz zufällig an die Roman-Welterfolge von Dan Brown anlehnen, wie Walter-Jörg Langbein im Interview mit
Dan Davis im Oktober 2013 zu verstehen gibt. Darin schlüsselt der Autor die "wahren" Geheimnisse hinter den
Erfolgsromanen auf und führt den Leser auf eine spannende Reise, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Dies und vieles mehr jetzt hier im COVER UP! Newsmagazine. 

Walter-Jörg Langbein im Interview mit Dan Davis:
"Lange Zeit erschien mir mein Traum, wirklich Schrift-
steller zu werden und die großen Rätsel unserer Welt zu
erkunden, unerfüllbar. Wenn ich schon kein Schriftsteller
werden konnte, so dachte ich, muss ich etwas studieren,
was michwirklich interessiert. Ich entschied mich für Theo-
logie. Ich wollte ergründen, ob – zum Beispiel – der Pro-
phet Hesekiel wirklich Begegnungen mit Außerirdischen
und deren Flugvehikel hatte."

 
Dan Davis: Hallo Walter. Du hast rund 30
Sachbücher geschrieben und befasst Dich
darin mit Themen, die im Allgemeinen gerne
unter den Tisch gekehrt oder von vielen ins
Lächerliche gezogen werden. Ursprünglich
hast Du ja mal Theologie studiert. Wann
kamst Du auf die Idee Bücher zu schreiben
und warum? Gab es einen Auslöser?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, durch Karl May kam
ich zum Lesen. Lesen hatte für mich von Anfang
an etwas Magisches an sich. Karl May ließ mich
in Gedanken in ferne Länder reisen. Die Karl-May-
Filme verzauberten mich. Oft faszinierten mich
scheinbare Nebensächlichkeiten. Was waren das
für mysteriöse Ruinen in dem Film »Das Vermä-
chtnis des Inka«? Von meinem Vater erbte ich die
Reiselust. Das verstärkte meine Sehnsucht, die
Welt zu bereisen und über meine Reisen zu
schreiben.
 
Mit 14 las ich das erste Buch von Erich von
Däniken... »Erinnerungen an die Zukunft«. Das
war, wie mir klar wurde, »mein« Thema... Ich
machte mich an ein Manuskript, klinkte mich aus
der Schule immer mehr aus... Die 11. musste ich
wiederholen. Ich wechselte die Schule, werkelte
immer an meinem Manuskript. Ich schrieb es
immer wieder um, ergänzte es... Es sollte elf
Jahre dauern (von 1968 an...), bis mein Manus-
kript als Buch erscheinen konnte.
 
Lange Zeit erschien mir mein Traum, wirklich
Schriftsteller zu werden und die großen Rätsel
unserer Welt zu erkunden, unerfüllbar. Wenn ich
schon kein Schriftsteller werden konnte, so da-
chte ich, muss ich etwas studieren, was mich
wirklich interessiert. Ich entschied mich für Theologie. Ich wollte ergründen, ob – zum Beispiel – der Prophet Hese-
kiel wirklich Begegnungen mit Außerirdischen und deren Flugvehikel hatte. Immerhin konnte ich im Rahmen des
Studiums die Sprache des Alten Testaments erlernen. Meine biblischen Studien überzeugten mich, dass es bibli-
sche »Beweise« für Besucher Außerirdischer vor Jahrtausenden gab.
 
Ich wurde dann tatsächlich Schriftsteller, reiste sehr viel. Mehrfach war ich in den Ruinen von Machu Picchu, in den
imposanten Ruinen, die mich im Film »Das Vermächtnis des Inka« so beeindruckt hatten. Mit wachsender Begeis-
terung reiste ich... von Ägypten bis Vanuatu. In der Südsee entdeckte ich da und dort kleine paradiesische Fleck-
chen, die wirklich noch unverfälschte Südseeromantik bieten – fernab des schnellen Massentourismus unserer
modernen Zeit. Doch auch jene Inselchen werden bestimmt schon bald den zweifelhaften »Segen« des »zivilisierten
Lebens«  annehmen.
 
Kurz gefasst: Karl May ließ mich vom Reisen träumen. Erich von Däniken faszinierte mich mit seinen spannenden
Ideen. Ich studierte Theologie, vergrub mich in der hebräischen Bibel, hielt Vorträge. Und als sich 1979 die Chance,
ein Buch zu veröffentlichen, ergab, griff ich zu und stürzte mich ins Abenteuer, wurde Schriftsteller.
 
Dan Davis: Du zweifelst somit ebenfalls die Richtigkeit einer Vielzahl von überlieferten offiziellen Aus-
legungen der Bibel an. Kannst Du hierzu ein paar Beispiele nennen, die Dir besonders wichtig erschei-
nen?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, es gibt in der Bibel
eine Fülle von Widersprüchen, offensichtlichen
Fehlern und falschen Angaben. So ist die im Alten
Testament so imposante Flucht von Millionen von
Israeliten aus Ägypten einfach unhistorisch.
 
Nach und nach kam ich zur Überzeugung, dass die
Bibel voller Fehler ist... Zu diesem Thema habe ich
zwei umfangreiche Lexika geschrieben, »Das Lexi-
kon der biblischen Irrtümer« und »Das Lexikon der
Irrtümer des Alten Testaments«.
 
Die Verfasser der Evangelien des Neuen Testa-
ments waren von der Richtigkeit ihres Glaubens
überzeugt. Sie schufen oft keine historischen Be-
richte von realen Geschehnissen, sie bekundeten
einfach ihren Glauben. Sie fabrizierten »Belege«
für ihren Glauben. Beispiel: Um Jesus als göttlich
erscheinen zu lassen, gestalteten sie Teile seiner
»Biografie« nach angeblichen Prophezeiungen aus
dem Alten Testament, die aber in Wirklichkeit mit
Jesus nichts zu tun haben.
 
Im Rahmen meiner theologischen Forschungen
aber kam ich zu einer für mich sehr viel wichtigeren
Erkenntnis! Es gab einst einen »Urkult« der Mutter-
göttin, des Matriarchats. Dieser uralte Glaube an die
Muttergöttin ist – mit deutlichen Hinweisen auf die
Heilige Göttin – bis ins Neue Testament erhalten
geblieben.

Die Urgöttin ist auch im Christentum nicht verges-
sen. Der »Heilige Geist« ist die uralte Göttin im
christlichen Gewand. Der »Heilige Geist« war noch
im Hebräischen weiblich. Übrigens: In einer kleinen
Kirche am Chiemsee, in Urschalling, sind Gottvater,
Gott-Sohn und »Heilige Geistin« in trauter Dreisamkeit verewigt worden. Der »Heilige Geist« ist eindeutig weiblich
dargestellt.
 
Dan Davis: Du vertrittst ja auch die Meinung, dass bereits vor vielen tausend Jahren Außerirdische auf die
Erde kamen und diese womöglich als »Götter« und Engel fehlinterpretiert wurden. Glaubst Du diese Göt-
ter leben heute noch teilweise unter uns? Sind Deiner Meinung nach einige der UFO-Berichte aus der
Gegenwart (u. a. von Astronauten, Militärs und Piloten) auf einen solchen außerirdischen Hintergrund
zurückzuführen oder ist das eher unwahrscheinlich?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, vor vielen Jahrtausenden, Jahrzehntausenden, ja Jahrhunderttausenden, beobachteten Menschen Naturgewalten wie Blitz und Donner in Angst und Ehrfurcht. Diese Mächte konnten nur göttlichen Ursprungs sein. Als irgendwann Außerirdische mit Krach und Getöse vom Himmel kamen, mussten das jene Götter der Urgewalten sein, von denen in alten Überlieferungen die Rede war. Der vermeintliche »Donnergott« ließ schrecklichen Lärm entstehen, der »Blitzgott« wirkte am Himmel...  Als außerirdische Flugvehikel vom Himmel kamen, wurden sie mit Göttern wie dem »Donnergott« in Verbindung gebracht. Mit dem »Blitzgott« verwechselt.
 
Bild rechts: Bestsellerautor Walter-Jörg Langbein
(by W.-J. Langbein).
 
Ich bin davon überzeugt: Am Anfang wurden Natur-
gewalten als Götter missverstanden, als dann Außer-
irdische zur Erde kamen, verwechselte man sie mit
den mythischen Göttern.
 
Ich weiß nicht, ob die »UFOs« unserer Tage Vehikel
der »Götter« sind, halte das aber für möglich. Denk-
bar ist es, dass die außerirdischen Besucher mitten
unter uns leben, ohne dass wir sie erkennen. Ich hal-
te das für möglich, aber das alles ist Spekulation. Es
gibt keine eindeutigen Beweise.
 
Wenn sich Vertreter einer weit fortgeschrittenen Zivi-
lisationen auf unserem Planeten verstecken möchten,
dann gelingt ihnen das. Wenn sie wollen, können sie
unter uns leben, ohne das wir das auch nur ahnen.
 
Dan Davis: Hast Du selbst schon einmal ein UFO
gesehen?
 
Walter-Jörg Langbein: Nein. Hast Du schon einmal
ein UFO gesehen, Dan?
 
Dan Davis: Ja, unter anderem im Jahr 1999 und
2003. Wobei ich hierbei nicht soweit gehe diese zwangsläufig als „außerirdische Objekte“ zu bezeichnen. Es jedoch auch nicht wirklich ausschließen kann. Angeblich soll ja in der Vergangenheit der
abgetrennte Kopf von Johannes dem Täufer über der Festung Machareus geschwebt sein. Das alleine
klingt ja auch schon wie eine außerirdische Inszenierung für die damals anwesenden. So soll hier auch
der Ursprung der Baphomet-Legenden liegen, so vermuten zumindest einige Forscher. Welche Informa-
tionen hast Du hierzu?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, denken wir zurück: Ende des 19. Jahrhunderts rumpelten die ersten Automobile durch
die Gegend, das waren simple Kutschen, aber mit Motor. Ein Jahrhundert später war der Mensch auf dem Mond
und ein Mondauto erkundete den Erdtrabanten. Das ist eine gewaltige Entwicklung in nur einem Jahrhundert. Wir
können uns nicht wirklich vorstellen, welche Fortschritte eine Zivilisation in 1 000 oder gar 10 000 Jahren macht.
 
Wenn wir unseren Planeten nicht verwüsten, uns nicht gegenseitig umbringen, dann werden wir in 10 000 Jahren als
ganz normalen Alltag hinnehmen, was aus heutiger Sicht nur mit Magie zu umschreiben wäre.
 
Was will ich damit sagen? Eine Zivilisation, die uns – sagen wir – 10 000 Jahre voraus ist, wie mag sie uns bege-
gnen? Vielleicht wird man uns erforschen, testen, mit uns experimentieren wollen? Ich halte es für möglich, dass
kosmische Besucher nach Belieben erscheinen, ihr Aussehen frei nach Gutdünken gestalten können.
 
Ich halte es für möglich, dass die kosmischen Be-
sucher religiöse Bilder und Vorstellungen nutzen,
um uns zu begegnen. Ich neige nach und nach im-
mer mehr zur Mimikry-These meines geschätzten
Kollegen und Freundes Dr. Johannes Fiebag. Die
Besucher gaukeln uns Bilder vor, hinter denen sie
sich verbergen. Am ehesten können viele Menschen
religiöse Wunder akzeptieren, als Masken der kos-
mischen Besucher...
 
Die »kosmischen Besucher« müssen sich nicht
unbedingt »verkleiden«. Aber wie sehen, wie erken-
nen wir sie? Wir Menschen nehmen sie im Rahmen
unseres Verständnisses von Wirklichkeit war. Wir
haben Bilder, etwa religiöser Art, im Kopf. Solche
Bilder vermeinen wir zu erkennen, wenn wir Unbe-
greifliches sehen.
 
Dan Davis: Könntest Du Dir vorstellen, dass es
sich bei einigen der „Außerirdischen“ um Zeit-
reisende handelt, so wie es zum Beispiel Illo-
brand von Ludwiger und andere favorisieren?
Womöglich unsere eigenen Nachfahren?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, das halte ich für denk-
bar und möglich, aber nicht für wahrscheinlich. Mir
ist keine einzige Überlieferung bekannt, die von der
Begegnung mit einem Zeitreisenden berichtet, der
von sich sagt, dass er aus der Zukunft kommt.
 
Dan Davis: Es gibt aber Schilderungen, die auch
Erich von Däniken teilweise aufführt in seinen Büchern, die ohne das Reisen in der Zeit nicht
erklärbar scheinen. Zumal auch niemand in der Bibel sagt er wäre ein Außerirdischer vom Planeten
"XYZ"...   Was ärgert Dich am meisten an der Vorgehensweise von Massenmedien bezüglich der Themen
Prä-astronautik und UFOs?
 
Walter-Jörg Langbein: Die Boshaftigkeit und die Verlogenheit, Dan. Je älter ich werde, desto kritischer stehe ich den
Massenmedien gegenüber. Ich fürchte, dass sie häufig als Mittel der Desinformation eingesetzt werden. Wir sollen
eingelullt werden. Wir sollen keine unbequemen Fragen stellen.
 
Wer kritisch denkt, wird gern zum Spinner erklärt. Unbequeme Gedanken werden unterdrückt, zumindest lächerlich
gemacht. Grenzwissenschaftlern werden, pardon, idiotische Gedanken und Thesen unterstellt, die dann genüsslich
»widerlegt« werden.
 
Ich schätze die Prä-astronautik sehr, weil sie uns die Möglichkeit einräumt, unsere Wirklichkeit aus ganz anderem
Blickwinkel zu betrachten.
 
Dan Davis: Du hast im Jahr 2000 sogar den Preis für Exopsychologie der Dr.-Andreas-Hedri-Stiftung an der
Universität Bern erhalten. Wie kam es dazu?
 
Walter-Jörg Langbein: Dr. Theo Locher vom Stif-
tungsrat war auf meine grenzwissenschaftlichen
Veröffentlichungen aufmerksam geworden. Er
schätzte meine Herangehensweise an die großen
Rätsel unseres Planeten, meine undogmatische
Umgehensweise mit diesen Phänomen. Er lud
mich nach Bern ein und verlieh mir diesen ehren-
den Preis als Anerkennung für meine Jahrzehnte
der Recherche.
 
Dan Davis: Du schreibst dass Lilith dämonisiert
wurde aber ursprünglich eine positive Kraft
war. Ich habe hierüber auch vor einigen Jah-
ren ein Buch geschrieben. Kannst Du hierzu
Deine persönlichen Gedanken etwas näher
ausführen?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, das mache ich sehr
gern. Zu diesem Thema habe ich mehrere Bücher
geschrieben, die erfreulich erfolgreich waren, zum
Beispiel »Das Sakrileg und die Heiligen Frauen«.
 
Die Thematik ist wirklich sehr komplex, so dass ich
in wenigen Sätzen nur einen groben Überblick geben
kann. Ich glaube, dass die älteste Form der Religion
im Zentrum die Göttin hatte – in einer matriarchal
geprägten Gesellschaft. Die Göttin wurde verdrängt,
zurückgedrängt so »gut« das ging.
 
Nun war aber die »Göttin« viel zu fest verwurzelt im
Bewusstsein der Menschen, man konnte sie nicht
einfach auslöschen. Also wurde sie dämonisiert,
verteufelt. Lilith wurde zur Dämonin der Nacht, wei-
testgehend aus der Bibel verdrängt. Mit ein wenig
detektivischem Spürsinn findet man aber die Göttin
nach wie vor im Alten wie im Neuen Testament.
 
Wenn wir die Entwicklung des Katholizismus be-
obachten, wenn wir dabei unvoreingemommen sind,
erkennen wir, dass die »Göttin« im christlichen Ge-
wand zurückkehrt. Sie wurde als »Himmelskönigin« wieder in den Himmel gehoben, ist von den Göttinnen etwa
Ägyptens kaum noch zu unterscheiden.
 
Dan Davis: Dein aktuelles Buch, Ebooks nicht eingeschlossen, in dem Du auch über Lilith schreibst trägt
den Titel Das verlorene Symbol und die Heiligen Frauen“. Kannst Du etwas mehr zu dem Buch berichten
und warum dieser Titel?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, als freiberuflicher Schriftsteller bekomme ich immer wieder Angebote von Verlagen, zu
bestimmten Themen Bücher zu schreiben. Als Dan Browns »Sakrileg« angekündigt wurde, fragte mich mein Agent,
ob ich zu diesem Themenkomplex nicht ein Buch schreiben wolle. Ich wollte. So kam es zu meinem Buch »Das
Sakrileg und die Heiligen Frauen«.
 
Mir wurde rasch klar, dass die Wirklichkeit hinter Browns Roman Sakrileg eigentlich spannender ist als jede Fiktion.
Und dass das wirkliche Sakrileg den Kirchen ein wirkliches Gräuel ist!
 
»Das verlorene Symbol und die Heiligen Frauen« spielt wiederum auf einen Brown-Titel an. Und mein bislang neues-
tes Buch, das direkt und nur als eBook erschienen ist, habe ich als dritten Teil meiner Trilogie geschrieben: »Das
Inferno und die Heiligen Frauen«.
 
In diesen drei Büchern geht es um meine Recherchen zu den ältesten Religionen, um die Göttin, die vom Patriar-
chat verdrängt wurde. Wir folgen heute leider nach wie vor dem »göttlichen« Befehl, uns die Erde untertan zu mach-
en. Wir haben leider versucht, die Erde und die Natur zu beherrschen.
 
Ich glaube nicht, dass das geschehen ist, weil es den göttlichen Auftrag gab. Der Mensch wollte sich legitimieren,
für seine Ausbeutung der Erde und hat deshalb die Geschichte vom göttlichen Auftrag erfunden.
 
Das Ergebnis ist erschütternd. Wir beuten nach wie vor die Erde aus, missachten die Gefahr, dass wir uns selbst
auslöschen. Wir müssen umdenken, uns umbesinnen.
 
Dan Davis: Dein derzeitiger Lieblingsfilm ist?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, den einen Lieblingsfilm gibt es nicht. »Unheimliche Begegnung der dritten Art« von
Steven Spielberg hat eine prominente »Spitzenstellung« inne. Wunderbar aber sind auch die »Alien-Filme« mit der
einzigartigen Sigourney Weaver. »Alien vs. Predator«, Teil 1, schätze ich sehr wegen des prä-astronautischen
Hintergrunds.
 
Natürlich muss es nicht immer prä-astronautisch sein... Daniel Craig als James Bond ist in »Skyfall« einfach toll...
Zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zählt auch »Aviator«, mit di Caprio als Howard Hughes. Peter Falk als
»Columbo«, David Suchet als »Poirot«, Leo McKern als »Rumpole« schätze ich sehr... Das muss genügen, meine Aufzählung würde den Rahmen eines Interviews sprengen...
 
Dan Davis: Du hast ja auch ein Buch unter
anderem über Al Quaida geschrieben und
bezeichnest diese Organisation schon im
Titel als Geheimgesellschaft. Kannst Du das
etwas erläutern wie Du auf diese Sichtweise
kommst?
 
Walter-Jörg Langbein: Mit diesem Titel bin ich
nicht so sehr zufrieden. Wie kam es zu »Al
Quaida und andere Geheimgesellschaften«? Ich
habe viele Jahre als Journalist unzählige Artikel
geschrieben, auch über »Geheimgesellschaften«
wie die Freimaurer. Schließlich bekam ich eine
Anfrage, ein Buch über »Geheimgesellschaften«
zu schreiben. Aus Aktualitätsgründen bat mich
der Verlag, Al Quaida in mein Buch aufzunehmen.
Das tat ich, auch wenn mir dabei nicht so ganz
wohl war.
 
Schließlich überzeugte mich der Verlag mit dem
Argument, ich könne den Begriff der »Geheimge-
sellschaft« weit fassen. Jede Gesellschaft, die im
Geheimen agiert, sei eine »Geheimgesellschaft«.
Das konnte ich akzeptieren.
 
Dan Davis: Aktuell war ja die NSA-Affäre im
Jahr 2013 in aller Munde. Wie siehst Du die
Entwicklung zur »gläsernen Gesellschaft«?
Mit Besorgnis oder bist Du eher ein Befür-
worter von »Big Brother«?
 
Walter-Jörg Langbein: Mit sehr großer Besorg-
nis. Ich befürchte, dass wir erst am Anfang einer
furchteinflößenden Entwicklung stehen. Unsere
Kommunikation per Telefon, Internet usw. usw.
wird immer perfekter ausspioniert. Dabei wird
es nicht bleiben. Ich fürchte, man wird unsere
Gedanken ausspionieren können. Manche Wissenschaftler werden aus moralischen Gründen an einer solchen Ent-
wicklung nicht mitwirken. Dessen ungeachtet wird umgesetzt werden, was möglich ist. Das führt zum totalitären
Staat. Seine Möglichkeiten und Methoden werden die NSA als harmloses Geplänkel erscheinen lassen.
 
»Eurosur« ist ein Anfang, »NSA« ist ein Anfang. Die Überwachung wird nach und nach perfektioniert. Auf die
Überwachung von Kommunikation folgt die Manipulation von Kommunikation. Auf die Überwachung von Gedanken
folgen Kontrolle und Manipulation von Gedanken. Wer die Gedanken der Menschen steuern kann, wird Menschen
manipulieren und steuern können... »like a puppet on the strings«.
 
Es gibt einen – wie ich meine – geradezu prophetischen Film, der die Zukunft andeutet...  »A Clockwork Orange«,
von Stanley Kubrick. Die erschreckende Verfilmung des gleichnamigen Zukunftsromans von Anthony Burgess zeigt
wie manipuliert werden wird. Mag sein, dass erst so brachial vorgegangen werden wird. Die Manipulation der Ge-
danken wird dann aber – davon bin ich überzeugt – sehr viel effektiver und dabei subtiler erfolgen, unbemerkt von den
Opfern.
 
Dan Davis: Wäre »1968« die passende Antwort auf »1984«?
 
Walter-Jörg Langbein: Ich bin da pessimistisch eingestellt. Es gibt keine Antwort auf »1984«. »1984« wird sich
durchsetzen. Und das in einem Ausmaß, der die ursprünglichen Visionen von »1984« als liebliches Idyll erscheinen
lassen wird.
 
Ich bin pessimistisch-realistisch eingestellt. Der Zukunftsstaat wird totalitär sein, totalitär im Sinne totaler Manipu-
lation und Steuerung der Menschen. Wann? Vielleicht schon früher als wir das für möglich halten. Und wer weiß, wie
weit die Manipulierer in geheimen Forschungslabors schon heute sind. Klar ist, dass die, die keine moralischen Be-
denken haben, gewinnen werden. Es sei denn... wir denken um, verabschieden uns von der Sucht zu kontrollieren
und rücken die Freiheit zurück in unsere »Liste« von Idealen an erste Stelle!
 
Dan Davis: Arbeitest Du bereits an einem neuen Buch?
 
Walter-Jörg Langbein: Dan, ich habe – 1979 beginnend – Sachbücher geschrieben, die nach altem Brauch in ge-
druckter Form erschienen sind. Für mich, ich bin bibliophil, sprich liebe das gedruckte Buch, war das eBook alles
andere als eine wirklich angenehme Idee.
 
Ich akzeptiere aber inzwischen, dass dem eBook die Zukunft gehört. So habe ich umfangreiches Material, das in
Buchform erschienen war, aber nicht mehr erhältlich ist, überarbeitet und aktualisiert.
 
Es gibt inzwischen rund zwanzig eBooks von mir. Es wird wohl in Zukunft weitere eBooks von mir geben.
 
Im Blog http://www.ein-buch-lesen.de läuft Sonntag für Sonntag meine Serie »Monstermauern, Mumien und Mysteri-
en«, mit Berichten über meine Reisen zu den geheimnisvollsten Stätten unseres Planeten.
 
Ich arbeite an einer ganzen Reihe von Themen, die mich faszinieren. Nachdem ich Jahrzehnte die Welt bereiste, von
Ägypten bis Vanuatu, habe ich die in alter sakraler Kunst versteckten Geheimnisse für mich entdeckt. Ich erkunde
uralte Kirchen und sondiere verbotene Botschaften, die sie enthalten.
 
Es gibt das »Sakrileg« wirklich. Es ist spannender als die Fiktion. Mehr möchte ich über meine aktuellen Pläne und
Projekte nicht sagen!
 
Dan Davis: Walter, vielen Dank für Deine ausführlichen Worte!
 
(Copyright by COVER UP! Newsmagazine, 14.10.2013)
(Copyright Bilder by W.-J. Langbein)
 
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